Dienstag, 14. Juli 2015

Iserhatsche Heidekastell - Der verrückteste Ort Deutschlands

Ich liebe es, wenn ich bei meiner Freundin bin und sie einen ihrer Ordner herausholt, um mir darin etwas zu zeigen. Dann könnte ich mich stundenlang darin verlieren, denn sie sammelt Zeitungsausschnitte, Bilder, alles, was irgendwie besonders ist. Und natürlich viel von unterwegs. Als ich eines nachmittags bei ihr auf dem Sofa saß und durch die Seiten stöberte, fiel mir ein Flyer von Iserhatsche, in der Nähe von Bispingen in die Hände. Da wir ja nun gerne die lange Autofahrt zu meinen Eltern unterbrechen, um uns unterwegs etwas anzusehen, wurde ich neugierig. Der Flyer selbst war nicht sehr aussagekräftig. "Was genau ist denn das eigentlich und lohnt sich das?". "Das lohnt sich auf jeden Fall, ihr müsst da unbedingt hinfahren!", antwortete sie. "OK, aber was genau ist das?" Ich blicke in das ratlose Gesicht meiner Freundin. "Kann ich dir nicht sagen, schau es dir an, beschreiben kann man das nicht!" Diese Aussage verwunderte mich etwas, machte mich aber um so neugieriger darauf.

Schon bei der nächsten Fahrt nach Ostwestfalen machten wir also in Bispingen Station um uns das Iserhatsche Heidekastell anzusehen. "Wohin fahren wir da genau?", will mein Mann unterwegs von mir wissen. Sein Blick, als ich nur mit Schulterzucken reagiere spricht Bände. "Na toll - und Finja darf bei ihrer Freundin übernachten und muss nicht mit....", muffelt mein Sohn von der Rückbank, wahrscheinlich schon Schlimmes ahnend.

Doch schon als wir den Hof betreten, wird meinen beiden Männern wohl klar, dass wir hier an einem wahrhaft ungewöhnlichen Ort gelandet sein müssen. In der Mitte des Eingangshofes steht ein großer Baum aus Hufeisen, in dessen Mitte eine Eisenbahn ihre Runden dreht. Das Haus sieht aus wie eine Filmkulisse und der Zaun besteht aus unzähligen Hufeisen.


Wir beginnen unseren Rundgang mit einer Führung, die sich in zwei Teile gliedert: Die Außenanlagen und den Montegretto Vulkan, sowie die Führung durch das Haus. Führungen finden stündlich statt und sind im Eintrittspreis von 12,00 € pro Person enthalten.

Und jetzt komme ich an den Punkt, wo wir alle etwas sprachlos waren, um ehrlich zu sein - und ich bin es noch. Wie soll ich euch von etwas erzählen, für das mir die Worte fehlen? 

Der Baum auf diesem Foto ist komplett aus Eisen. Vögel - ebenfalls aus Eisen sitzen in seinen Ästen und schlagen mit den Flügeln und zu jeder halben Stunde erklingt ein Lied aus dem Innern des Baumes. Neben vielen Eisenkunstwerken (Iserhatsche = Eisenerz), kann man im Garten auch philosophisch seine Gedanken auf die Reise schicken. Viele Zitate und Gedanken kluger Menschen laden dazu ein.

In einem kleinen Pavillon am Rande des Gartens erwartet uns eine Sammlung preußischer Figuren. Diese sind allerdings so wertvoll, dass man sie nur von Außen bewundern kann.


Man könnte das Gefühl haben, in einer ganz eigenen Welt angekommen zu sein. Alles ist irgendwie unwirklich und doch sehr bezaubernd und faszinierend. Der Rundgang setzt sich in einer kleinen Grotte fort. Begrüßt werden wir hier von unzähligen Eulen: Eulen-Bilder, Eulen-Figuren, Eulen-Stofftieren und Eulen in unzähligen anderen Arten. Direkt gefolgt von Hexen, die von den Wänden und den Decken hängen.

Am Ende der Grotte nehmen wir einen Augenblick am großen Holzbackofen Platz, der tatsächlich in Betrieb genommen werden kann. Wein und Bier kommt hier aus der Decke. Der aufsteigende Rauch aus dem Hexenkessel ist unser Zeichen, die Grotte doch lieber wieder zu verlassen und auf bzw in den Montagnetto zu begeben. Bereits jetzt sind mein Mann und mein Sohn davon überzeugt, dass hier ein Wahnsinniger am Werk gewesen sein musste. Ich kann mich dem noch nicht anschließen, viel zu fasziniert bin ich von all dem, was ich hier sehe. Doch noch, sind wir ganz am Anfang und haben an der Iserhatsche Welt gerade so an der Oberfläche gekratzt, was uns nämlich im Innern des Vulkanes, der übrigens tatsächlich "aktiv" ist, erwartet, übertrifft alles bisher gesehene.



Torben ist zwar noch etwas jung für eine Freundin, wo er allerdings meine zukünftige Schwiegertochter einmal ehelichen will, ist ihm jedoch schon klar: Hier im Iserhatsche, im Standesamt, das sich im Montagnetto befindet. Tatsächlich werden hier vom Standesamt Bispingen Trauungen durchgeführt. An der Decke befinden sich die acht Weltwunder (Wunder Nr. 8 ist das Iserhatsche!), die Wände an den Seiten schmücken Schlösser, die der Schlossbesitzer Herr Schulz-Ebschback in seiner Tätigkeit als Restaurater wieder in neuen bzw. alten Glanz erstrahlen ließ, darunter auch Schloss Sansoucci in Potsdam.


Gefeiert werden kann gleich dahinter, denn hier gibt es einen Festsaal, in dem bis zu 100 Personen Platz haben. Die Wände aufwenig bemalt, mit Bildern aus Pompeii und anderen Motiven.

Vorbei am Festsaal gelangen wir in einen Pavillion, an dem Gießkannen und Teppichklopfer von der Decke hängen. An der Wand hängen Spazierstöcke und in den Tischen, die am Rand stehen sind tausende Zuckertütchen in die Tische eingelassen und mit Glasplatten bedeckt. Sammelleidenschaft trifft Skurilität. Ja richtig, in dem Pavillon stehen Bäume...


Unsere Führung endet hier, damit wir das Geheimnis im Innern des Montegnetto auf den Grund gehen können. Es wird noch verrückter... Der zweite Teil der Führung, in dem wir die Jagdvilla besichtigen dürfen, findet etwas später statt.

Was uns jetzt erwartet ist schier unglaublich und toppt nahezu alles, was ich bisher gesehen habe.

In dem großen Raum reiht sich Bierflasche an Bierflasche. Über 21.000 Stück. Und weil der Platz an den Wänden und Decken nicht mehr ausreicht, sind sie auch in den Fußboden eingearbeitet. Ich weiß gar nicht, wohin ich schauen soll, so viele Details, so viel zu sehen. Meine Augen sind schwer überfordert.


Aber die Bierflaschen sind nur der Anfang, weiter geht es mit Streichholzschachteln, Taschentücherpackungen, Schallplatten, Kameras, Fröschen, Kerzen, Klopömpel, Zollstöcken, quasi alles was man irgendwie sammeln kann, wird hier auch gesammelt und präsentiert.



In 100 Jahren hätte ich mir nicht alles angesehen! Immer wieder fällt einem von uns hier oder dort etwas auf. Selbst auf Fotos ist diese Sammlung der Sammlungen nicht einzufangen.

Verrückt, einfach nur total verrückt!!!

Im Garten steht dann noch eine einzelne Bierflasche, aus Holz, wohl Deutschlands größte Bierflasche? Rekorde werden hier oft und gerne gebrochen und auch den ein oder anderen Eintrag ins Guiness Buch konnte man hier schon für sich verbuchen.

Auf dem Weg zur Jagdvilla kommen wir an der Arche Noah vorbei und starten damit das Noah-Lied von Bruce Low (danke für den Ohrwurm übrigens!).

Die Arche ist riesig und natürlich kann man auch hinein gehen. Vor und auf der Arche warten die unterschiedlichsten Tierpärchen auf die Abfahrt. Und sogar Noah und seine Frau selbst stehen an der Rehling, um Besucher willkommen zu heißen.



Wie könnten Liebesschlösser fehlen, an dieser schönen Hochzeits-Lokation? Und wo ich gerade bei Liebesschlössern bin, in Iserhatsche ist auch Deutschlands einzige Schmiede für Keuschheitsgürtel zu finden. Selbst in dieser Werkstatt sind die Wände kunstvoll verziert und bemalt!

Leider darf man in der Villa selbst nicht fotografieren. Aber es wird aktuell von Herrn Schulz-Ebschbach und seiner Frau bewohnt, und ich wollte schließlich auch nicht, dass Leute fotografierend durch meine Wohnung laufen....

Daher bevor ich noch ein paar letzte Worte zur Villa verliere ein letztes Bild aus dem Außenbereich. Natürlich kann man hier Münzen prägen. Wo - wenn nicht in einem Sammlerparadies wie diesem?! Wir sind ja immer begeistert dabei, wenn es darum geht, Pennies oder 5-Cent-Stücke zu zerquetschen und einige aus unserer Sammlung fanden sich auch in diesem Wandbild wieder.... "Was ist schon eine Sammlung wert, wenn man sie nicht zeigen kann?", fragte uns kurz zuvor jemand inmitten der Bierflaschen. Und ja, ich muss mir auch etwas überlegen für unsere Münzen. Aktuell schlummern sie noch in einem Sammelalbum, aber wohl nicht mehr lange. Schweife ich ab?


Der zweite Teil unserer Führung beginnt und wir sind schon sehr gespannt, was uns nun in der Villa erwarten würde. Über einen DM-Teppich mit Münzen von 1948-2001 gelangen wir in das Wohnzimmer. Gemälde hängen an den Wänden ebenso wie Jagdtrophäen. Irgendwie kein Vergleich mit unserem Wohnzimmer...

Wir staunen über die schönen Gemälde und Statuen, selbstgedruckte Tapeten im Biedermeier Stil, das "Diana Sanssouci"-Zimmer, mit wunderschönen Stühlen im Barock-Stil und plötzlich überrascht auch der Sitzsarg des Besitzers nicht mehr, der hier in der Ecke auf seinen Einsatz wartet (und dann wohl auch Teil der Ausstellung werden soll?!).

Und wenn ich zu Beginn dieses Beitrags geschrieben habe, mir fehlen ein bisschen die Worte für diesen Ort, so bleibe ich auch jetzt dabei. Denn das, was ich erzählt habe, ist nur ein minimaler Abriss dessen, was euch dort erwartet! Wenn ihr auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover unterwegs seid, macht unbedingt einen Abstecher in die Verrückte Welt von Iserhatsche!

Adresse:

ISERHATSCHE
Nöllestraße 40
29646 Bispingen
www.iserhatsche.de


Öffnungszeiten:

April - Oktober:
Montag - Sonntag, Feiertage 10 - 18 Uhr
Letzte Führung 16:00 Uhr
November - März:
Montag - Sonntag, Feiertage 11 - 16 Uhr
Letzte Führung 14:00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 12,- €
Kinder (7-12 Jahre): 8,- €
Kinder (bis 6 Jahre): frei

Samstag, 21. März 2015

[Reif für die Insel] Auf nach Amrum!

Amrum - als Kind kannte ich das vor allem von Nesthäkchen. Diese Insel bestand für mich damals aus einem Leuchtturm, einem Kinderheim und dem Wattenmeer. Und natürlich wollte ich unbedingt einmal dorthin. 30 Jahre später war es dann so weit: Wir fahren nach Amrum.

Amrum hat eindeutig mehr zu bieten, als Kinderheim und Leuchtturm, wie ich dann feststellen sollte ;-)

Ab Dagebüll sind wir mit der Fähre über Föhr nach Wittdün gefahren. Knapp 2 Stunden dauerte die Überfahrt, die an diesem Samstag in aller Frühe nicht ganz so viele Leute nutzen. Daher ist es eine sehr ruhige Überfahrt. Im März ist es leider noch zu kalt für das Sonnendeck, so dass wir uns es uns an einen der Tische im Innenraum gemütlich machen. Wunderschön, wir fahren in den Sonnenaufgang hinein.

Gegen halb zehn erreichen wir den Hafen von Wittdün. Direkt am Fährhafen liegt der Fahrradverleih, bei dem ich uns für das Wochenende Fahrräder bestellt habe. Wir haben Glück und bekommen wirklich tolle Räder, mit denen wir nun die Insel unsicher machen können.


Unsere Ferienwohnung liegt in Süddorf, nur wenige Kilometer von Wittdün entfernt, und ist das erste Ziel, das wir an diesem Morgen ansteuern, um unsere Taschen abzuladen.

Nach einer kleinen Pause für mich (wir sind wirklich verdammt früh aufgestanden an diesem Morgen) und einem Ausflug zum Supermarkt für meine Familie, satteln wir unsere Drahtesel für eine Inselerkundung. Finja wird nachher in ihr Tagebuch schreiben: "Papa hat sich den ganzen Rückweg vom Supermarkt darüber aufgeregt, wie teuer das alles ist!" Mein Tipp: Bringt Lebensmittel mit, auf der Insel sind die Preise tatsächlich "etwas" teurer...


Doch jetzt geht es erstmal rund um die Insel. Wir fahren über Nebel, den alten Wirtschaftsweg nach Norddorf. Radfahren kann man hier wirklich phantastisch und es ist meiner Meinung nach auch das beste Fortbewegungsmittel auf der Insel. Das Auto für ein Wochenende mitzunehmen macht überhaupt keinen Sinn und wären wir die Strecken mit Bus gefahren, hätten wir lange nicht so viel von der Insel gesehen.

Es ist eine herrliche Natur, die frische Meeresluft weht uns um die Nase und wir genießen es sehr, diese entschleunigende Auszeit, die wir momentan alle irgendwie bitter nötig haben.


Die Touristensaison beginnt in Amrum erst ab April, das hat den Vorteil, dass momentan alles noch etwas verschlafen und ruhiger ist, allerdings leider auch den Nachteil, dass Vieles noch geschlossen ist: Mühle, Leuchtturm, Öhm Hus.

Dafür entdecke ich in dem Veranstaltungsplaner, den ich mir an der Information am Hafen eingesteckt habe, eine Führung zum Thema "Zeitsprünge" vom Öömrang Ferian. Wir biegen also in Norddorf wieder ab zurück Richtung Süddorf. Auf etwa der halben Strecke erreichen wir die Vogelkoje, den Treffpunkt für die Tour. Ich bin überrascht, wie bewaldet dieser Teil der Insel ist. Das hätte ich in der Form nicht erwartet.

Ein junger Mann, der gerade sein FÖJ auf der Insel macht, nimmt uns in der folgenden Stunde mit auf einen Weg durch den Kniepsand. Teilweise sieht es hier aus wie in der Heide und ein weiteres Mal erstaunt mich die Vielfältigkeit dieser Insel. Auf einem Holzweg geht es durch die Dünen. Wir erfahren etwas über die Entstehung der Insel und darüber, wie die Menschen hier in der Vergangenheit gelebt haben.


 In den Dünen sehen wir nicht nur eine alte Grabstätte, sondern auch ein reetgedecktes Haus aus der Bronzezeit. Es ist ein Nachbau, die Original-Grundrisse kann man aber direkt daneben ansehen.


Unsere Tour endet bei der Vogelkoje, die bis in die 30er Jahre eine sichere Einnahmequelle für die Insulaner war, die sich mit dem Fang von Vögeln und Enten ein gutes Zubrot verdienten. Mit dem Bau der ersten Kurhäuser wurde diese Barbarei glücklicherweise eingestellt.

Die Tour ist kostenlos, am Ende geht eine Spardose rum, damit man für den Verein eine Spende hinterlassen kann. Wir geben hier gerne etwas, denn die Tour war sehr informativ und kurzweilig, auch für die Kinder. Auch ohne Führung kann man diese archäologische Tour durch die Dünen machen, es sind überall Hinweisschilder angebracht, die Besuchern das Amrum von Einst näher bringen.


Nach einem kurzen Austoben auf dem Spielplatz (natürlich nur für Finja ;-) ) geht es zurück nach Süddorf. Wir fahren den Waldweg weiter und sind überrascht, wie schnell wir wieder an unserer Ferienwohnung sind. Apropos Ferienwohnung, es ist übrigens gar nicht so leicht, einen Vermieter zu finden, der für eine einzige Nacht vermietet. Viele haben einen Mindestaufenthalt von 5 oder 7 Tagen. Für ein Wochenende würde sich ggf. auch die Jugendherberge in Wittdün eignen. Das werden wir beim nächsten Amrum-Besuch mal testen.

Die Bewegung an frischer Luft hat uns müde und hungrig gemacht. Den Rest des Abends lassen wir also ganz ruhig ausklingen.

Am nächsten Morgen geht es direkt wieder auf die Räder, dieses Mal fahren wir über Steenodde nach Wittdün, denn wir wollen einen Blick auf den Yachthafen werfen.



 Es ist gerade Ebbe und so nutzen wir die Gelegenheit, ein paar Muscheln zu sammeln. Wir haben immer noch die Muscheln vom Schottland-Urlaub hier liegen, mit denen wir immer noch "was machen" wollten, aber Muscheln kann man anscheinend nie genug haben! Wir befinden uns nun schon wieder in Wittdün, mit Blick auf den Fähranleger.



Kevin hat an diesem Sonntag morgen noch einen beruflichen Termin in Wittdün (mein Mann ist ständig und immer "im Einsatz") und so trennen sich unsere Wege für die nächsten zwei Stunden. Die Kinder und ich nutzen die Zeit, an den Strand zu fahren. Räder müssen leider unten am Weg angeschlossen werden, so dass wir leider nicht am Strand entlang radeln können. Aber da wir ohnehin Richtung Meer laufen wollten, war das auch nicht wichtig. Ganze 2 km ist der Sandstrand breit, es ist also ein ganzes Stück zu laufen, bis man am Meer ankommt. Doch diese Tour war mein absolutes Amrum-Highlight.

Sonntags morgens sind hier nicht sehr viele Leute unterwegs, zumindest nicht um diese Jahreszeit. Wir hatten also den Strand für uns alleine, weit und breit nichts anderes als Sand, ganz hinten in der Ferne sehen wir den Leuchtturm. Der Horizont scheint unendlich weit zu sein. Wir sind im Paradies angekommen. Diese Weite, diese Naturschönheit ist kaum zu beschreiben. Wir lassen uns auf einen kleinen Sandhügel fallen und genießen die Aussicht. Noch haben wir etwas zu laufen bis zum Meer, der Strand mit seinen Häusern scheint unendlich weit weg zu sein. Streichholzschachtel-groß in der Ferne.



Am Meer angekommen werden natürlich weitere Muscheln gesammelt, eine wirklich Schöne sind darunter. Finja ist nicht zu bremsen! Wir lassen uns im Sand nieder, lauschen dem Rauschen der Meere und atmen die salzige Luft ein. Keiner möchte den Rückweg antreten, doch Kevin wird bald mit seinem Termin durch sein, außerdem ist es schon Mittagszeit und so langsam bekommen wir Hunger.

Mittagessen ist allerdings gar nicht so einfach, entweder haben die Restaurants noch nicht auf oder die Mittagsküche bereits wieder geschlossen. Doch dann finden wir ein kleines Bistro, in dem wir sehr gut gegessen haben zu annehmbaren Preisen. Meine Empfehlung: Mundart, Inselstr. 41 in Wittdün!

Den Rest des Tages verbringen wir am Strand. Jetzt sammeln die Kinder keine Muscheln mehr, sondern halten Ausschau nach Bernstein. Auch Torben ist davon angesteckt und sie finden sogar den ein oder anderen Bernstein.

Viel zu schnell ist unsere Zeit in Amrum schon wieder vorbei. Es war eine sehr schöne, entspannte Zeit auf der Insel. Wir geben unsere Fahrräder zurück und gehen hinüber zum Fähranleger, wo die Fähre bereits auf uns wartet. Auf der Rückfahrt treffen wir unseren Tourguide von der archäologischen Führung und die anderen Teilnehmer wieder. Eigentlich haben wir uns auf ein Eis gefreut, aber - das alte Lied - in der Nebensaison ist die Truhe auf der Fähre eben leer.

Kaum haben wir abgelegt, fallen uns auch schon die Augen zu....

Amrum ist eine sehr schöne und vor allem überraschend vielseitige Insel. Mit dem Rad wunderbar zu erkunden, denn sie ist von Wittdün nach Norddorf gerade mal 10 km lang. Im Sommer kann man durch das Watt bis nach Föhr laufen. Der Sandstrand ist einfach ein Traum! Amrum - wir kommen sicher wieder!!

Sonntag, 22. Februar 2015

Willkommen in Maasholm

Heute nachmittag wollten wir einfach mal ein bisschen raus, nicht weit weg, kein großes Programm, sondern einfach nur etwas Wind um die Nase wehen lassen. Schon vor einiger Zeit habe ich eine Flyer-Box von unserer Touristeninformation mitgebracht, in der historische Stadtrundgänge enthalten waren. Genau das Richtige für diesen Sonntag. Die Kinder haben gestreikt, und wollten lieber auf eigene Faust eine kleine Radtour in der Umgebung machen, somit waren wir heute nur zu Zweit unterwegs. Von den 15 verschiedenen Routen haben wir uns für Maasholm entschieden. "Hauptsache am Wasser", war Kevins Auswahlkriterium.

Im Folgenden möchte ich Euch gerne ein paar Eindrücke von dem kleinen Fischerdörfchen Maasholm zeigen. Ich stelle mal wieder fest, sehr schön wohnen wir hier in der Schleiregion. Ich freue mich schon sehr darauf, auch noch die anderen kleinen Dörfer und Städtchen hier zu entdecken.

Aber jetzt erstmal: Willkommen in Maasholm!