Donnerstag, 3. April 2014

[Family on Tour] Essen, wo Töpfe durch die Luft schweben

Mein Schwiegervater hat kürzlich seinen 70. Geburtstag gefeiert und uns zu diesem Anlass zum Essen eingeladen. Und dafür hat er sich ein ganz besonderes Restaurant ausgesucht.

Das Achterbahnrestaurant "Rollercoaster" in Hamburg!

Von Außen noch recht unscheinbar, erwartet uns Drinnen Food-Entertainment der Extraklasse.

Wir werden von einem Kellner an einen der runden Tische begleitet und bekommen jeder eine kleine Bestellkarte im Scheckkarten-Format in die Hand gedrückt. "Damit", so erklärt er uns, "können wir an den verschiebbaren Bildschirmen, die sich vor unseren Tischen befinden, die Bestellungen auf die Reise schicken."

Eine klassische Speisekarte sucht man hier nämlich vergeblich, stattdessen scrollet man sich auf dem Bildschirm durch Getränke- und Speiseliste. Die Kinder verstehen das System sofort und schon wenige Minuten später rollt eine Flasche Limonade über ein verzweigtes Schienensystem an unseren Tisch. Die Kinder drehen die Tischplatte und schnappen sich ihre Getränke.


Gespannt warten sie darauf, dass auch die Getränke, die Mama und Papa, Oma und Opa bestellt haben, über die Bahn zu uns runter gefahren kommen. Natürlich wissen sie dabei schon genau, welche Bahn unsere ist und rufen immer schon lange vorher, wenn sich wieder etwas auf den Weg zu uns macht.

Jeder Platz hat seine eigene Nummer, die jeder "Lieferung" angesteckt werden. So lassen sich alle Speisen und Getränke eindeutig zuordnen. 




Als Vorspeise habe ich mir ein Blumenkohlgratin ausgesucht.

Das Essen kommt hier etwas anders an, als man es von einem Standart-Restaurant kennt. Damit Suppen und Speisen die Achterbahnfahrt heil überstehen, werden sie in Weck-Gläsern oder Töpfen auf die Reise geschickt:

 "Mama, das ist ja wie zu Hause", ruft Finja, als sie das kleine Gläschen entdeckt, denn auch ich fülle unseren Nachtisch immer in diese kleinen Gläschen. "Stimmt, und jetzt fehlen uns nur noch solche Schienen von der Küche zum Esstisch, dann wäre es perfekt!", wirft Torben ein. Ja, das Essen einfach von der Küche aus auf die Reise ins Esszimmer zu schicken, das hätte schon was. Leider gibt unsere Wohnung das nicht her, aber schauen wir das doch mal, wie das im Rollercoaster organisiert ist.

Eine kleine Führung durch die Küche zeigt uns die Abläufe hinter den Kulissen.

Am Bildschirm gehen die Bestellungen ein und werden automatisch ausgedruckt. Die Deckel werden mit kleinen Aufklebern versehen und dann startet die Zubereitung auf Hochtouren. Alles wird hier frisch zubereitet, davon konnte ich mich in der Küche selbst überzeugen. Allerdings in anderen Dimensionen als bei uns zu Hause, hier ist alles groß, größer, noch größer als am heimischen Herd.



Sobald das Essen fertig ist, wird der Deckel auf dem kleinen Topf befestigt und schon geht es über die Schienen durch die Wand zum nächsten Mitarbeiter, der die Töpfe auf den entsprechenden Bahnen zu den Tischen losfahren lässt.



Hier werden die Topfe auf eine Art Fahrstühle gestellt, die sie hoch an die Decke fahren. Von dort aus rasen sie dann auf den Schienen an den passenden Tisch.

Auch die Getränkebestellungen werden von hier aus organisiert. Die meisten Getränke kommen in Einzelflaschen an den Tischen an. Nur Bier und Kaffeegetränke werden (noch) vom Personal persönlich vorbei gebracht.

Mit speziellen Kunststoffvorrichtungen und der bereits erwähnten Besteller-Nummer-Kennzeichnung wird sichergestellt, dass den Getränken und Speisen unterwegs keine Unfälle passieren und alles beim richtigen Gast ankommt. Allein die vielen bunten Farben machen schon gute Laune.

Das Highlight für die Kinder war jedoch, als sie ihre Bestellung selbst über die Fahrstühle an die einzelnen Plätze schicken durften.

Hier sind Kinder wirklich willkommen und die Mitarbeiter haben sehr viel Gedult gehabt, als die Kinder noch einen und noch einen Topf losfahren lassen wollten. Einen Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an die beiden Mitarbeiter an der Fahrstuhl-Station!!




Manchmal kommt es vor, dass Bestellungen mit Wunderkerzen an die Tische kommen, was bei den Gästen sehr gut angekommen ist. Auch Torbens eigenes Essen, das er natürlich selbst auf die Schienen gebracht hat, durfte mit einer solchen Wunderkerze verziert werden.

Eigentlich sind wir nach Vorspeise und Hauptgang schon so richtig pappsatt, aber "ein Dessert passt immer", meinte mein Schwiegervater und das lassen sich vor allem die Kinder natürlich nicht zwei Mal sagen. Schwupps sind ihre Karten durchgezogen und die Bestellungen für zwei große Desserts in Auftrag gegeben (Notiz fürs nächste Mal: Den Kindern keine eigenen Karten in die Hand geben ;-) )...


Die Entscheidung fällt wie immer schwer, aber ich entscheide mich für eine einfache Götterspeise, auf die ich mich nach dem herzhaften Mittagessen jetzt richtig freue. Meine Schwiegermama lässt sich Eis mit roter Grütze schmecken.

Als wir gehen ist unsere Fahrbehälter-Sammelbox, die am Ende unseres Tisches steht, gerappelt voll. Haben wir wirklich so viel bestellt? Bei 6 Personen kommt schon so allerhand zusammen.


Wer mit seinen Kindern mal "anders" essen gehen möchte ist hier sehr gut aufgehoben, aber auch als Erwachsene macht das Rollercoaster jede Menge Spaß. Das verzwickte und clevere Schienensystem hat mich nachhaltig fasziniert. Eigentlich ist es so genial einfach - einfach genial!

Wir haben uns jedenfalls sehr über die Restaurant-Auswahl gefreut und werden das Rollercoaster bestimmt mal wieder besuchen! 

Adresse: 

Achterbahn-Restaurant Hamburg © (2014)
Rollercoaster Restaurant
Schwerelos & Zeitlos
Harburger Schloßstraße 22
21079 Hamburg
 
Reservierungen telefonisch 040 – 897 21 31 0 oder online.

Öffnungszeiten: 

Di - Do: 16 - 23 / Fr - So: 11:30 - 23 Uhr
In den Ferien: Mo - So: 11 - 23 Uhr

Dienstag, 25. März 2014

[DIY] Küchenmakeover Teil I

Frühjahrsputz - das packt mich jedes Jahr, da räume ich Schränke auf, sortiere mal wieder aus und überhaupt bekommt meine Wohnung dann eine Frischekur. Bleibt einem ja auch nichts anderes übrig, wenn die Sonne durchs Fenster völlig gnadenlos jeden Staubkorn anstrahlt. Also habe ich schon vor Wochen damit angefangen, Schubladen und Schränke auszuräumen. Mit dem Mann vom Recyclinghof bin ich mittlerweile per du und auch die Sperrmüllfahrer kennen unsere Adresse mittlerweile wohl auswendig. Was noch gut war, ist bei Ebay oder im Verschenknetzwerk gelandet, alles andere jedoch wurde gnadenlos aussortiert. Für Finja war gleich ein neues Kinderzimmer und ein frischer Farbanstrich drin.

Ein Raum, der das Ausmisten auch sehr nötig hatte, war meine Küche. Erschreckend, wie viele Dosen und andere mehr oder minder nützliche Dinge sich da im Laufe der Zeit so ansammeln. Viele der Dosen haben einen neuen Verwendungszweck gefunden als Aufbewahrungsdosen für Kleinkram im Kinderzimmer. Meine Tuppersachen wurden völlig durch die Emsa Dosen ersetzt und suchen nun einen neuen Besitzer. Wer noch etwas braucht, darf sich also gerne melden ;-)

"Sag mal Mama, warum hebst du eigentlich die Geschirrtücher noch auf", fragt Torben und hält mir ein dünnes und zugegeben, löchriges Etwas vor die Nase. "Ach, die sind doch noch gut, und zum Abtrocknen reichen die Allemal noch", entgegne ich nicht ohne Zweifel an dem, was ich da gerade gesagt habe. Die Geschirrtücher haben wir für unsere erste gemeinsame Wohnung angeschafft und das ist mittlerweile schon 17 Jahre her. 17 Jahre?! Hab ich mich da nicht verrechnet? Unglaublich...
Während Torben immer noch halb belustigt halb mitleidig die Geschirrtücher begutachtet, habe ich schon den Altkleidersack geholt und beginne damit, die Tücher in den Ruhestand zu versetzen.

Doch irgendwie müssen nun neue her. Vor einiger Zeit habe ich meiner Mutter mal ein Geschirrtuch gestickt und das wollte ich nun auch machen. Da ich damals gleich mehrere Tücher gekauft hatte, fand ich noch zwei davon in den Tiefen meiner Handarbeitskiste. Die passenden Motive dazu habe ich schnell bei Pinterest entdeckt und ab da glühten hier die Sticknadeln. Ich habe mich für Muffins und Obst als Motive entschieden.

Und mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden:








Die Mission Geschirrtücher besticken geht übrigens in die zweite Runde, denn auch die "geretteten" Geschirrtücher meines Küchenschranks bekommen mit einer kleinen Stickerei neue Frische ;-) Bald mehr dazu natürlich hier auf dem Blog.

Dienstag, 18. März 2014

[Family on Tour] Nachts im Miniaturwunderland

Als wir vor einiger Zeit mit Torben im Hamburg Dungeon waren, sah er das Miniaturwunderland und meinte, dass er das unbedingt einmal ansehen möchte. Gut, damit hatte ich irgendwie nicht gerechnet (warum eigentlich nicht?!).

Wieder zu Hause klicke ich mich durch die Seiten des Wunderlandes und entdecke eine spannende Sache: Das Miniaturwunderland bei Nacht! Einmal im Monat öffnet das Miniaturwunderland für eine begrenzte Anzahl von Besuchern spätabends seine Türen. Sogleich war entschieden: Das werden wir machen. Da Weihnachten vor der Tür stand, gab es die Karten für die Kinder zu Weihnachten von der Uroma und Kevins Karte habe ich im Adventskalender geteilt. Der Prospekt des Miniaturwunderlandes wurde dafür zerschnippelt und anhand von Satzfragmenten, die jeden Tag auf einer kleinen Süßigkeit klebten, musste mein Mann erraten, wo es hin geht. Gar nicht so einfach, wenn die Wörter aus dem Zusammenhang gerissen werden und dadurch ihren Sinn nahezu vollständig verlieren ("...auf die Berge kann jeder, aber dahinter..."). Er rätselte also bis Mitte Dezember, dann spielte ihm leider ein blöder Zufall in die Hände und er kam mir auf die Schliche. Gefreut hat er sich trotzdem ;-) Im nächsten Jahr, werde ich den Adventskalender-Rätsel-Schwierigkeitsgrad aber deutlich erhöhen müssen!

Das Miniaturwunderland ist seit über 10 Jahren eine DER Touristenattraktionen in Hamburg. Es ist die größte Modelleisenbahn der Welt und zieht Besucher weltweit an (jährlich eine Million Menschen). Wer noch nicht dort war, der kennt es sicher aus dem Fernsehen, wo schon sehr häufig darüber berichtet wurde. Und wer schon einmal dort war, wird sich an die vielen, vielen Menschen erinnern, die ebenfalls versuchen einen Blick auf die Welt im Mini-Format zu erhaschen. Wir waren kurz nach der Eröffnung dort, seitdem hat sich jede Menge verändert, viele Landstriche kamen hinzu und es gibt unendlich viel zu entdecken. 1000 Züge und eine Welt im Maßstab 1:87 erwarteten uns. Besonders freute ich mich auf die über 200.000 kleinen Bewohner der Miniwelt, die genauso sind wie wir, und die wir in kurzen alltäglichen Augenblicken sehen konnten.

Vor ein paar Wochen war es dann soweit. Pünktlich um 19:00 Uhr abends trafen wir am Miniaturwunderland ein. Zusätzliches Plus bei einem Besuch um diese Uhrzeit: Der Parkplatz vor dem Museum ist nicht nur leer, sondern auch noch kostenlos (!!) - zu Tagzeiten undenkbar!

Die letzten Besucher verlassen gerade die Ausstellung und wir werden mit blauen (VIP-)Armbändern ausgestattet in den Warteraum gebeten. Dort können wir bei einem Getränk, das in Eintrittspreis enthalten ist, erst mal ankommen und einen Moment an einem der Tische Platz nehmen, bevor es dann losgeht.

Es gibt im Miniaturwunderland 4 große Abschnitte: Deutschland, die USA, Skandinavien, die Schweiz, die sich über zwei Etagen erstrecken.

Wir starten unseren Rundgang in Deutschland und entdecken gleich einen "alten Bekannten" aus der Heimat: Hermann!

An diesem Denkmal waren wir auf Schulausflügen, am Wochenende mit unseren Eltern und natürlich auch mit unseren eigenen Kindern schon das ein oder andere Mal, wenn wir auf Heimaturlaub waren. Die Aussicht von der Plattform ist einfach grandios! Das Denkmal hier in klein zu sehen fand ich ganz besonders toll. Ostwestfalen im Miniaturwunderland - damit hätte ich nicht gerechnet ;-)

Mitteldeutschland wird hier symbolisch durch die Stadt "Knuffingen" dargestellt. Besonderes Highlight ist hier der Jahrmarkt, der zur Nacht in den schönsten Farben erstrahlt. Nacht, das wird es im Miniaturwunderland alle 15 Minuten - Sonnenauf- und untergang selbstverständlich inklusive. Es ist also genug Gelegenheit, sich beide Versionen ausgiebig anzusehen. Denn vieles erscheint bei Nacht einfach noch mal viel spektakulärer, bei Tag entdeckt man vielleicht das ein oder andere Detail mehr. Zeit, die man sich hier nimmt, zahlt sich also auf jeden Fall aus. Gleich nebenan finden wir den Harz mit seinen Wäldern und Bergen.

Während wir schon fasziniert in der Ausstellung versunken sind, schaltet sich über das Mikrophon plötzlich der Moderator hinzu. Er leitet uns durch den Abend und erzählt immer wieder spannende Details und Fakten rund um das Miniaturwunderland. So wird der Rundgang immer wieder von erstaunten "Ahs" und "Oohs" begleitet, die die Besucher bei den Zahlen, die wir da teilweise zu hören bekommen, vor sich hinmurmeln. Wir erfahren so ganz nebenbei, dass hier über 13.000 Meter Gleis verbaut wurden und 930 Züge mit ihren Waggons auf den Anlagen unterwegs sind.



Obwohl sich die Besucher in der Ausstellung sehr gut verteilen und man an fast allen Stellen sehr gut gucken und fotografieren kann, findet man vereinzelt immer wieder Besuchertrauben an bestimmten Stellen. Hier ist fast kein Durchkommen und wer hier ansteht, der hat nur eines im Sinn: Den Buchstaben zu finden, der für das Quiz, das an diesem Abend stattfindet, zu entdecken. Winzig klein verstecken sie sich entlang der Ausstellung. Auf der Quizkarte gibt es kleine Hinweise, damit man in der richtigen Richtung sucht, aber selbst, wenn man das Gebäude kennt, ist der Buchstabe oft ziemlich tricky versteckt. Glücklicherweise sind wir zu viert unterwegs, und so findet jeder von uns mal einen Buchstaben und am Ende haben wir die Lösung dann doch noch gefunden! Die Auflösung des Quiz erfolgt allerdings erst am Ende des Abends.

Wir lassen Knuffingen hinter uns und erreichen als nächstes Hamburg, das November 2002 eröffnet wurde! In diesem Hamburg ist die Elbphilharmonie übrigens schon fertig gestellt!

Aber auch im Miniatur-Format sieht sie schon sehr imposant aus. Ich bin ja gespannt, wann das Original dazu fertig sein wird...



Der Mittelpunkt des Hamburg-Abschnitts ist die Miniatur-Version des Volksparkstadions mit seinen 10.000 Fans, das besonders bei Nacht in tollen Farben erstrahlt. Über ein Jahr dauerten allein die Arbeiten an diesem Modell.





Die Köhlbrandbrücke hier wird wohl, wenn man den aktuellen Plänen glauben kann, ihre "große Schwester" überdauern, die in nicht allzu ferne Zukunft abgerissen werden soll, um Platz für die immer größer werdenden Schiffe zu machen.


Eine weitere Besonderheit bei der Nachtveranstaltung ist die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wir können uns anschauen, wo die Züge Pause machen, wohin sie fahren, wenn sie aus der Frontszene vor den Augen der Besucher in Tunnels oder hinter Gebäuden "verschwinden". Finja hatte schon bei den Durchsagen genau aufgepasst, wo genau diese Eingänge hinter die Kulissen sind und stand als Erste von uns dort an, während Kevin noch immer begeistert vor dem Fußballstation stand und nur schwer zum Weitergehen zu bewegen war. Aber dann geht die Tür hinter den Bergen auf, und wir schlüpfen durch die Tür um uns einen engen Gang hindurch die Welt hinter der Welt zu begeben. Eine Mitarbeiterin erzählt uns viele interessante Details über die Anlage. Habt ihr gewusst, dass nur ein Teil der Züge vorn sichtbar ist? Immer wieder fahren die Züge hinter die Kulissen, um eine Verschnauf Abkühl-Pause zu machen



Las Vegas - so unspektakulär es bei Tag aussieht, desto eindrucksvoller ist es bei Nacht. Ein buntes Lichtermeer erstreckt sich hier in schillernden Farben. Es ist wohl wie in der Realität auch: Las Vegas ist einfach eine Stadt der Nacht.


Der meiner Meinung nach schönste Abschnitt im Miniaturwunderland ist Skandinavien. Allein schon das große Gewässer, mit seinen riesigen Schiffen, beeindruckt mit ungemein. Skandinavien hat es mir ohnehin angetan und steht auf meiner To-Travel-To-Liste ganz weit oben! Doch bis es so weit ist, dass wir dort Urlaub machen, genieße ich es, durch die Ausstellung zu schlendern.






Darf natürlich in Schweden nicht fehlen: Pippi Langstrumpf ist mit Sicherheit eine der bekanntesten Einwohnerinnen Schwedens! Neben der königlichen Familie versteht sich.


Während mein Mann und mein Sohn in erster Linie von der Technik begeistert sind, die hinter dieser Bahn steckt, sind es bei mir vor allem die vielen unterschiedlichen Szenen, die hier dargestellt werden. Je genau man auch hinschaut, es gibt doch immer noch etwas zu entdecken? An einer Szene sattsehen? Unmöglich. Ist dieses Pärchen, das hier gemeinsam auf einen Zug wartet nicht süß?

Doch es geht auch spukig:


Der Flughafen ist eines der großen Zuschauermagnete des Miniaturwunderlandes. Hier ist immer etwas los. Autos flitzen durch die Gegend, Flugzeuge starten und landen, werden getankt und entladen.

Stundenlang kann man hier zuschauen und fast dabei vergessen, dass man nicht auf dem Aussichtsterminal steht, sondern im Miniaturwunderland.




Auch hier dürfen die Besucher wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen. Hier sind es nicht die Züge, sondern Autos, über die wir ins Staunen geraten. Denn hier werden die Autos "aufgetankt". Selbständig fahren die Autos über kleine Wanddurchbrüche in die Ladestation und laden auf. Sind sie vollständig aufgeladen, kehren sie auf die Ausstellungsfläche zurück um da ihre Runden zu drehen.


Es wirkt wie von Zauberhand, wenn die Autos hier hereinfahren und genau wissen, wohin sie fahren müssen um aufzuladen. Auch die Kinder lauschen gebannt den Ausführungen der Mitarbeiterin, die hier an der Station ausführlich alle Fragen der kleinen und großen Besucher beantwortet. Für mich ist die beeindruckendste Station im Miniaturwunderland!

Schon in diesem Bereich kann man einen kleinen Blick auf die Schweiz eine Etage tiefer werfen, denn die Alpen ragen bis hier hoch! Wir gehen vorbei an einem Freizeitbad, und gelangen dann über eine Treppe hinab in die Schweiz.



Doch bevor wir uns vollständig in der Schweiz wiederfinden, steht meine Tochter schon vor der nächsten kleinen Tür, die zu einem weiteren Blick hinter die Kulissen einläd. Dieses Mal geht es unter die hohen Schweizer Alpen. Safety First - Hier geht es nur mit Schutzhelm rein!


Ein Blick nach oben zeigt uns das große Stahl- und Holzkonstrukt, auf dem die Bahn steht. Es sieht immer so "einfach" aus, aber wie viel Technik und vor allem KnowHow nötig ist, um die Bahn am Laufen zu halten, wird einem erst bewusst, wenn man einmal so einen Einblick bekommt. An dieser Stelle erklärt eine Mitarbeiterin, wie die Bahn gereinigt wird, wie viele Figuren im Staubsauger landen und woran genau die Mitarbeiter erkennen, wohin sie treten dürfen, um nicht gleich eine Etage tiefer zu landen. Außerdem erzählt sie den Kindern von der Schokoladenfabrik, die hier in der Schweiz natürlich nicht fehlen darf. Kaum waren wir wieder draußen waren die Kinder verschwunden - auf der Suche nach Willy Wonkers schweizer Kollegen.


Ich lasse gerne die Schweiz noch etwas auf mich wirken.



Besonders eindrucksvoll ist das DJ Bobo Konzert, das gerade über 20.000 Menschen besuchen. Das Bühnenbild wird übrigens bei jeder neuen Tour angepasst und ist somit immer aktuell. Jeder Besucher ist anders, man kann nur erahnen, wie viel Arbeit und Herzblut in diesem Projekt stehen. Einfach WAHNSINN!!


Wie erwartet, finde ich die Kinder vor der Schokoladenfabrik. Hier kann man nicht nur die Mitarbeiter bei der Arbeit besuchen, sondern auch ein fertiges Stückchen Schokolade naschen :-) Diese Stelle ist ein absoluter Kindermagnet! Und für die Kinder das unangefochtene Highlight der Ausstellung.


Wir sind schon fast am Ende der Ausstellung angekommen. Die Landschaften lassen wir hinter uns und tauchen für einen Moment in Utopia der einzelnen Parteien ein. Zur Bundestagswahl konnten die einzelnen Parteien ihr "Utopia" in Zusammenarbeit mit dem Miniaturwunderland gestalten und den Besuchern eine Stadt präsentieren, die ihrem politischen Programm entspricht.

Wie wollen wir in Zukunft leben? Hier bekommt man die einzelnen Möglichkeiten visuell dargestellt, statt auf Papier.

Ähnlich faszinierend ist die Geschichte eines Dorfes, die ebenfalls in acht Schaukästen dargestellt ist. Wie wirken sich Mittelalter, Industrialisierung und die beiden Weltkriege auf die einstige Siedlung am Fluss aus. Wie verändert sich das Dorf im Laufe der Jahrhunderte? Wie verändern sich die Dorfbewohner? Eine super gelungene Ausstellung!

Die 580.000 Stunden Bauzeit haben sich definitiv gelohnt. Wir freuen uns schon auf die neuen Bauabschnitte Italien und Frankreich. Ganz besonders freue ich mich auf 2017, wenn England dazu kommen wird. Meine Lieblingsstadt London im Miniaturwunderland zu bewundern wird sicher ein ganz tolles Erlebnis werden! Spätestens dann werden wir dem Miniaturwunderland wieder einen Besuch abstatten.

Bevor wir nun nach Hause aufbrechen, werfen wir noch schnell unsere Loszettel von dem Quiz in die Box, immerhin haben wir alle die Augen nach den Buchstaben offen gehalten und das Lösungswort am Ende gefunden. Und hey, wir hatten sogar Glück und gewannen den zweiten Platz: eine Miniaturwunderland-DVD :-) Damit können wir auf jeden Fall die Zeit bis zum nächsten Besuch überbrücken!

Wir empfehlen, wenn möglich, die "Nacht im Museum" zu nutzen, wenn man das Miniaturwunderland besuchen möchte. Man kann mehr sehen, mehr erfahren und sogar gewinnen! Es lohnt sich wirklich! Termine findet ihr auf der Homepage des Miniaturwunderlandes.

Adresse: 

Miniatur Wunderland Hamburg GmbH
im Kultur & Gewerbespeicher
Kehrwieder 2, Block D
20457 Hamburg

Öffnungszeiten: 

Die genauen Öffnungszeiten kann man [hier] nachlesen. 

Eintrittspreise: (Stand März 2014)


Kinder unter 1 Meter (in Begleitung der Eltern) frei
Kinder unter 16 Jahren 6,00€
Erwachsene 12,00€
Ermäßigungen gibt es für Schüler/Studenten, Senioren, Rollstuhlfahrer, Gruppen, Arbeitslose/HartzIV-Empfänger.

Die Nacht im Museum ist etwas teurer (lohnt sich aber!):
 Erwachsener pro Person 19,50 €
 Kind pro Person 14,50 €
Hier gibt es keine weitere Ermäßigung.