Donnerstag, 3. September 2015

Mit der Draisine von Bippen nach Fürstenberg und zurück - das Naturerlebnis der anderen Art

Wir sind in unserem Urlaub immer sehr aktiv und dieses Mal haben wir etwas ganz Besonderes ausgesucht: Wir fahren mit der Draisine auf der stillgelegten Strecke von Bippen nach Fürstenau. Durch die Natur des schönen Hasetals.

Natürlich wollen zuerst die Kinder "tadeln" und können es gar nicht erwarten, endlich loszufahren. Wir haben uns für eine Draisine mit E-Antrieb entschieden, damit es besonders für die Kinder etwas leichter wird zu fahren - und zugegeben, auch ich war nicht wirklich undanbkbar über diese kleine "Extra-Hilfe".




Bevor wir losfahren bekommen wir noch eine kleine Einweisung, damit wirklich nichts schief gehen kann. Für die Notfälle bekommen wir eine Notrufnummer.

Unterwegs ist ein Rastplatz mit WC und ein weiterer an einem Restaurant. So kann man die 8 km lange Strecke auch mal unterbrechen. Wir entscheiden uns jedoch, durchzufahren und unsere Pause erst in Fürstenau zu machen. Zwischendurch halten wir nur an, damit Torben seine Mütze wieder aufheben kann, die nach einer Windboe auf den Gleisen gelandet ist.

In Fürstenberg angekommen nehmen wir als erstes unsere Draisine von den Gleisen, den nach uns kommen schließlich noch weitere Teams hier an. Wir haben einen Schlüssel für den Bahnhof bekommen, wo wir unsere Draisine einschließen können. Da wir den Bahnhof aber nicht verlassen möchten, stellen wir sie einfach nur an die Seite. Jetzt ist erstmal Zeit für ein kleines Pickick. Von der Jugendherberge haben wir Lunchpakete mitbekommen, die wir nun gemütlich verspeisen. Es gibt hier am Bahnhof ausreichend Sitzmöglichkeiten und am angrenzenden Sportplatz gibt es auch WCs, die mit dem Schlüssel aufgesperrt werden können, die wir bei der Abfahrt erhalten haben.


Um 12:00 Uhr dürfen wir den Bahnhof in Fürstenau wieder verlassen. Wir mussten diese Zeit abwarten um Gegenverkehr zu vermeiden.


Vorbei an einem Rehgehege, Bauernhöfen und Pferden geht es durch den Wald zurück nach Bippen.



Zwischendurch müssen wir dann doch am Rastplatz anhalten um eine schnellere Draisine vorbeizulassen. Wir sind ja eher gemütlich unterwegs. Zwischendurch wird natürlich immer mal gewechselt, denn am Schönsten ist das Fahren natürlich gemütlich in der Mitte sitzend. Dann kann man die Natur genießen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen.

Wieder am Bippen angekommen drehen wir eine Runde im Kneippbecken, das ebenfalls auf dem Gelände des Bahnhofes liegt. Das kalte Wasser ist jetzt eine tolle Erfrischung.

Unser Fazit: Eine Fahrt mit der Draisine ist ein tolles Naturerlebnis, das man unbedingt mal ausprobiert haben sollte.

Weitere Strecken und andere Draisinegrößen sind auch erhältlich. Hier findet ihr weitere Informationen zur Draisinefahrt im Hasetal. Dort kann die Fahrt auch direkt gebucht werden.


Dienstag, 1. September 2015

Von Puppenstuben und 15 Meter langen Tomatenpflanzen

Bald beginnt sie wieder, die Zeit der Chrysamthemen. Ich liebe diese Pflanze so sehr, weil sie einen Farbtupfer auf meine spätsommerliche Terrasse zaubert. Wir sind immer noch im Emsland unterwegs, wo es Europas größtes Gartenbau-Unternehmen gibt. Hier werden die Chrysanthemen, Stiefmütterchen, Gerbera oder Rosen angebaut, die es in unseren Supermärkten zu kaufen gibt. Welchen Weg die Pflanzen gehen, bis sie im Verkaufswagen stehen, dem gehen wir heute genauer auf den Grund bei einem Besuch bei Emsflower in Emsbüren.

Wir haben Glück und können uns einer Führung anschließen. Das war spontan möglich. Wenn man sicher gehen möchte, einen Platz in einer Führung zu bekommen, macht es wohl aber Sinn, sich vorher telefonisch zu melden und nachzufragen wann Führungen stattfinden und ob es möglich ist, sich anzuschließen.  Aber auch ohne Führung kann man die Erlebniswelt besichtigen, der Besuch lohnt sich also auch dann, wenn man das Gelände auf eigene Faust entdecken möchte.

Die kommenden 90 Mintuten werden wir von einer Gästeführerin in die Welt von Blumen- und Gemüseanbau "entführt" und überraschenderweise sind auch viele Tiere hier zu Hause, die wir natürlich auch noch kennenlernen werden.

Der Zugang zu Restaurant, Spielbereich und Shop ist frei, erst wenn man die Erlebnisausstellung besuchen will, muss man ein Eintrittsgeld zahlen. Aber für Familien vor Ort lohnt sich schon der Besuch des Spielbereiches, denn der ist wirklich riesig und Kinder können sich hier toll austoben, wenn das Wetter draußen mal wieder nass und ungemütlich ist.

Doch wir steuern mit unserer Gruppe geradewegs auf die Erlebnisausstellung zu. Ich war schon neugierig darauf, wie eine Erlebnisausstellung bei einem Betrieb wie diesem wohl aussehen würde und werde sehr positiv überrascht. Mit vielen Pflanzen, Wasser, gemütlichen Sitzecken und Tieren wird hier eine kleine Wohlfühloase inmitten einer Anbauproduktion präsentiert. Blumen und exotische Pflanzen lassen einen vergessen, dass man sich nicht mitten im Urwald befindet, sondern immer noch im Emsland.

Wir sehen Orchideen, wie sie in der Natur wachsen würden, mit unzähligen Luftwurzeln, die die Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und sich im Äste schlingen. Die Orchidee als Schlingpflanze, das ist mir neu, aber ich bin auch kein Orchideen-Fan - wobei, so wie sie in der Natur daher kommen gefallen sie mir dann doch wieder. Aber auch nur so!


Dann betreten wir das Schaugewächshaus in denen Schnittblumen, aber auch Gemüse angebaut werden. Mit dem Gemüsebau hat in den 50er Jahren alles bei Emsflower begonnen und nach einiger Zeit der Umorientierung hat man es nun wieder ins Programm aufgenommen. Heute macht der Gemüseanbau etwa 10% der Gesamtproduktion aus.

Als Kind habe ich das Gewächshaus meines Opas geliebt. Ich fand es immer toll, wenn ich dort hinein durfte um Kirschen zu naschen oder eine Gurke zu ernten. Mit Opas Gewächshaus hat dieses hier allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Alles ist größer und riesiger und wohin man sieht: Pflanzen. Auf dem Bild links sucht Finja mit einer anderen Besucherin den Anfang einer einzelnen Tomatenpflanze. Ganze 15 Meter ist diese eine Pflanze lang. Und das trifft auf alle hier zu! Unzählige Meter Tomaten, Tomaten, Tomaten! Und eines kann ich euch sagen: Sie sind sehr lecker, probieren durften wir nämlich auch :-)

Außer den Tomaten warten noch Gurken, Auberginen, Peperoni und Paprika darauf geerntet zu werden.

Im Feld nebenan wachsen Rosen, die später als Schnittblumen verkauft werden. Habt ihr gewusst, dass man eine Rose auf die Seite legen kann und aus dem Stängel neue Triebe wachsen? Bis zu 10 neue Triebe kann man aus einer einzelnen Rose generieren.

Besonders traumhaft ist der Schmetterlingsgarten, unzählige bunte und exotische Tiere haben hier ein Zuhause gefunden. Es gibt hier sogar eine Mitarbeiterin, die laut Finja, den besten Job der Welt hat, weil sie sich den ganzen Tag nur um die Schmetterlinge kümmern darf. In der Mitte gibt es einen tollen See, über den eine kleine Holzbrücke führt. Viele exotische Pflanzen bieten Nahrung für die Raupen und Eiablageplatz für die Schmetterlinge. Jeder Schmetterling hat übrigens "seine" Pflanze, die der Raupe frisst und auf der auch die Eier abgelegt werden und sich die Raupe verpuppt.

Gerade ist eine Lieferung von neuen Puppen aus Malaysia angekommen. Wir staunen sehr, als wir sie sehen, denn mit ihren goldenen Sprenkeln sehen sie eher aus wie Schmucksteine.  Die "Schmetterlings-Beauftragte" erklärt uns, dass dies Atemlöcher sind.

In de Puppen-Stube können wir noch mehr Puppen ansehen, alle in verschiedenen Stadien der Verpuppung. Teilweise sind die Schmetterlinge auch schon geschlüpft und warten nur noch darauf, dass ihre Flügel trocken, um losfliegen zu können. Leider dauert ihr Lebenszyklus danach nicht mehr allzu lange, 1-6 Wochen leben die Schmetterlinge nur noch, weil sie über kein richtiges Verdauungssystem verfügen.



Unsere Gästebetreuerin erzählt uns noch allerhand zum Ablauf der Produktion während wir auf der anderen Seite des Schaugewächshauses einen Blick in die Produktionsgewächshäuser werfen können. Mit einem von der Decke hängenden "Wagen" schwebt ein Mitarbeiter gerade über die Flache mit Setzlingen und kontrolliert den Wachstum bzw. sortiert nicht ordnungsgemäße Pflanzen aus.

Weiter geht es dann durch den tropischen Garten, hier erwarten uns die beiden Aras Nick und Nora, die uns sogar mit einem "Hallo" begrüßen.

Wir gelangen an einem Wasserfall vorbei und können dann unter einen Strohdach-Pavillon eine kleine Pause einlegen, um uns in einem Film die Produktionsstätten in Afrika anzusehen. 


Unsere Führung endet in einer der Produktionshallen, wo sich die Chrysanthemen gerade für den Versand vorbereiten und kleine Setzlinge umgetopft werden. Auf großen Schienenwagen werden die umgetopften Pflanzen anschließend in die Gewächshäuser gefahren. 

Hier endet nach zwei Stunden unsere Tour. Den letzten Teil durch die Produktionshallen sind nur noch wir vier dabei, der Rest der Gruppe hat sich zum Mittagessen verabschiedet. Dies ist auch nicht mehr Bestandteil der Tour, aber unsere Führerin nimmt sich die Zeit noch für uns, was ich sehr nett finde! Insgesamt waren wir hier fast zwei Stunden unterwegs. 

Eine - auch für Kinder - interessante Tour in die Welt der Pflanzen! Wir haben viel Neues erfahren und einfach nur die Zeit in dieser schönen Atmosphäre genossen. 

Nach der Tour machen wir noch einen kleinen Abstecher in den Emsland-Shop, hier kann man nämlich nicht nur Blumen und Zubehör kaufen, sondern auch das Gemüse, das hier angebaut wird. Eine große Packung Kirschtomaten picknikend lassen wir den Besuch inmitten von Bananenpflanzen und hängenden Orchideen ausklingen.

Fakten - Fakten - Fakten:
  • In einem Jahr werden bei Emsflower 520.000 Schubkarren mit Blumenerde verbraucht
  • Jedes Jahr werden 400 Millionen Liter Wasser aus den firmeneigenen Wasserbassins an die Pflanzen abgegeben
  • Bei Emsflower wachsen 500 verschiedene Pflanzensorten, aus insgesamt 500 Millionen Samen
  • Die Größe der Emsflower Gewächshäuser entspricht 115 Fußballfeldern
Tipps für den Besuch bei Emsflower
  • Für eine Führung mind. 90 Minuten einplanen
  • An gutes Schuhwerk denken
  • Essen und Trinken darf nicht mitgebracht werden, es gibt aber ein Restaurant, in dem auch Snacks erworben werden können
  • Fotografieren ist erlaubt
  • Wenn man an einer Führung teilnehmen möchte, ggf. vorher anrufen oder spontan an der Rezeption nachfragen
  • Fischfutter kann für 0,50 € an den Teichen erworben werden
  • Nicht zu dick anziehen, in den Gewächshäusern ist es warm
Anschrift:

Emsflower
Carl-von Linne Straße 1
48488 Emsbüren
Tel.: 05903/93553-0
 
Öffnungszeiten: 

täglich 10:00 -18:00 Uhr
(ggf. abweichende Öffnungszeiten an Feiertagen)

Eintrittspreise: 

Erwachsene: 7,50 €
Kinder 7-14 Jahre: 4,50 €

Montag, 31. August 2015

Auf den Spuren des Malers



 Er hat nur für zwei Monate hier in diesem kleinen unscheinbaren Haus in Nieuw-Amsterdam gewohnt, bevor er in einer Nacht und Nebel Aktion seine wenigen Habseligkeiten zusammengenommen hat und wieder verschwunden ist. Und das, obwohl er die Gegend um Drenthe so sehr geliebt hat, aber leider nicht genug Geld hatte, um die Miete für das Zimmer weiter zu bezahlen.

Normalerweise bekam er das Geld zum Leben von seinem in Paris lebenden Bruder, bis sie sich überworfen haben und Theo seinem Bruder nichts mehr schickte.

Nach der Flucht aus Drenthe geht er zurück zu seinen Eltern, sein Vater ist Priester der reformierten, holländischen Kirche. Doch das Zusammenleben erweist sich als schwierig, immer wieder kommt es zu Streit, bis der Vater eines Tages an einem Herzinfarkt stirbt. Die Mutter und Schwester geben ihm die Schuld daran, weil er ihn zu sehr aufgeregt habe. Und so zieht er weiter...

Er hat nur zehn Jahre seines Lebens gemalt, litt immer wieder unter Depressionen, was man teilweise auch an der Dunkelheit seiner Bilder sehen kann. Nur ein einziges Bild hat er nachweislich zu Lebzeiten verkauft: Der rote Weingarten - allerdings streitet sich die Kunstwelt noch darüber, ob es nicht doch mehr gewesen sein könnten, bis zu 10 Bilder wird angenommen. Doch eines steht zweifelsfrei fest: Leben konnte er von seiner Kunst nicht. Heute sind seine Bilder Millionen wert - im Mai 1990 wurde sein Porträt des Dr. Gachet für 82,5 Millionen Dollar versteigert. Zu seinen bekanntesten Gemälden gehören Die Sonnenblumen, Das Nachtcafé und Der Schrei.

Ein Leben, das eine ständige Suche nach dem eigenen Ich war und letzendlich so tragisch mit einem selbst zugeführten Schuss in der Brust endete.

Sicher habt ihr schon erkannt von wem hier die Rede ist: Vincent Van Gogh natürlich!

Es ist ein kleines, fast familiäres Museum. Am Eingang erwartet uns eine liebe, ältere Dame, die leider nur niederländisch spricht. Wir verständigen uns mit Händen und Füßen und das klappt doch ganz gut. Wir müssen etwas warten, bis die Führung beginnt.

Zeit, sich etwas im kleinen Foyer umzusehen. Den Mittelpunkt bildet ein großer Tisch, an dem ca. 10-15 Personen Platz finden. Hier kann man vor oder nach dem Besuch eine Tasse Tee trinken und in einem der vielen alten Van Gogh-Bücher schmökern, die in dem Regal gegenüber quer gestaplet liegen. Aber auch der Tisch selbst läd zum Schmökern ein, denn hier sind einige der vielen Briefe abgedruckt, die Vincent im Laufe der Jahre an seinen Bruder Theo geschrieben hat. An den Wänden am Ende des Raumes sieht man Bilder der Orte, die zur Landschaft Drenthe gehören. Informationstafeln an der anderen Seite geben einen ersten Einblick in das Leben von Vincent Van Gogh. 

Dann ist es endlich soweit, wir können unseren Rundgang beginnen. Und wir stellen fest, eigentlich ist es gar kein wirkliches Museum, denn Exponate und ähnliches sucht man hier vergebens. An der Wand hängen Bilder von Vincent und seiner Familie, auf der anderen Seite sieht man zwei, drei seiner Gemälde. Wir stehen mitten in einem kleinen Flur, der vom Foyer aus abgeht. Der Mitarbeiter des Museums, der uns nun durch die Räume führt, bemüht sich sehr, uns viel von dem Maler näher zu bringen. Seine Deutschkenntnisse basieren wahrscheinlich noch auf seinem Schulbesuch in seiner Jugend und dennoch verstehen wir ihn gut. Auch die Kinder sind mit viel Interesse dabei, weil er es schafft uns mit seiner Leidenschaft für den Maler in seinen Bann zu ziehen. Sprachliche Barrieren sind da ganz nebensächnlich. Tatsächlich befinden wir uns in einem Restaurant, zu dem das Haus heute geworden ist. Es sind zu dieser Zeit noch keine Gäste dort, die werden erst später am Tag hier erwartet und so haben wir alle Zeit, uns viel von der Zeit, als Vincent hier gewohnt hat, erzählen zu lassen. Teilweise sind es noch die Original-Lampen, die hier an der Decke hängen.

Über eine kleine Treppe geht es hinauf ins Obergeschoss. Über ein übergroßes Periskop können wir einen Blick auf den "Dachboden" werfen, wie er zu jener Zeit ausgesehen haben mag. An den Wänden hängen auch hier Bilder und Zeichnungen. Doch die lassen wir zunächst hinter uns, denn an der kleinen Leinwand dürfen wir uns nun einen Film ansehen, in denen Vincent Van Gogh aus seinem Leben erzählt (auf Deutsch). Danach kommt das Highlight, wir betreten das Gästezimmer, des Hauses, so wie es zur Zeit von Vincent Van Gogh war:




 Anschließend kehren wir noch einmal zurück zu den Gemälden und Zeichnungen, erfahren etwas dazu, wann sie entstanden sind und unter welchen Umständen. Nach etwa 75 Minuten ist unser Ausflug in die Welt dieses Genies zu Ende.


Ein großes Dankeschön gibt es von uns für das Mitarbeiter-Team, das sind so viel Mühe gegeben hat, uns die Zeit dort zu einem besonderen Erlebnis zu machen!

Anschrift: 

Van Gogh Huis Drenthe
Van Goghstraat 1
7844 NP Veenoord/Nieuw-Amsterdam
Niederlande

Öffnungszeiten: 

 Di-So: 13:00 bis 17:00 Uhr

Eintrittspreise: 

Erwachsene: 5,00 €
Kinder ( 4-12 Jahre): 3,50 €
Familienkarte: 12,50 €

Freitag, 14. August 2015

Von faulen Erdmännchen und Häusern, die auf dem Kopf stehen: Tierpark Gettorf

 Zwischen Eckernförde und Kiel liegt der Gettorfer Tierpark. Da es nicht weit von uns entfernt ist, das ideale Ziel für einen spontanen Nachmittagsausflug.

Es ist warm und wir lassen das Mittagessen ausfallen, packen stattdessen unseren Bollerwagen mit einem kleinen Picknick.

Der Tierpark Gettorf ist eher ein kleiner, familiärer Tierpark mit einem besonderen Charme. Die Tiere sind in schönen Gehegen untergebrachte, teilweise sind diese begehbar, so dass man den Tieren besonders nah kommen kann.  Die Kinder sind davon begeistert, besonders die großen Vogelvolteiren haben es Ihnen angetan. Schön ist auch, dass Tiere viele Spiel- und Versteckmöglichkeiten haben, sich zurückziehen können, wenn sie einmal Ruhe von den Besuchern brauchen. Die Affen können ihr Gehege sogar verlassen und auf Bäumen herumturnen. Das ist so abgesichert, dass sie die Bäume nicht verlassen können (dafür sind die Baumkronen zu hoch), aber dennoch ist es ein Stück weit "Freiheit". Über eine kleinen Tunnel gelangen sie dorthin, der direkt über dem Gehweg verläuft.

Ich lade euch ein, uns auf einem Foto-Rundgang durch den Park zu begleiten: 
















Am Ziegengehege steht ein Futterautomat bereit, mit dem die "völlig ausgehungerten" Ziegen gefüttert werden können. Es gibt mehrere große Spielplätze mit abwechslungsreichen Spielgeräten und ein großen Sprungberg, so dass sich die Kinder zwischendrin immer wieder austoben können. Das finde ich auch als Mutter sehr schön, denn es bringt Abwechslung in den Ablauf und als Eltern können wir auch mal kurz durchatmen.

Ein besonderes Highlight im Tierpark Gettorf ist das Verrückte Haus, das auf dem Kopf steht. Leider ist der Besuch des Hauses nicht im Eintrittspreis enthalten, als Familie zahlt man dafür nochmal 14 € zusätzlich zum Eintritt in den Tierpark (Erw. 4,00 €, Kinder 3,00 €). Ich finde das ganz schön viel für den relativ kurzen Besuch im Haus. Länger als 20 min hält man sich nämlich nicht drin auf. Dann hat man wirklich alles gesehen und auch ausgiebig fotografiert. Man findet darin die klassischen Zimmer, die es auch in einem gewöhnlichen Einfamilienhaus gibt: Flur, Wohnzimmer, Badezimmer, Küche, Kinderzimmer. Es macht schon Spßa durchzugehen, allerdings finde ich, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist nicht gegeben. Dennoch: Wer so etwas noch nie erlebt hat, sollte sich das trotzdem nicht entgehen lassen.






Adresse:

Tierpark Gettorf
Süderstraße 33
24214 Gettorf

04346 41600

Öffnungszeiten:

Sommer (ca. April bis Oktober): 09:00 - 18:00 Uhr
Winter (ca. November bis März): 10:00 - 17:00 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 10,00 €
Kinder: 7,00 €
Familienkarte (2 Erw. und 2 Kinder): 32,00 €
Familienkarte (2 Erw. und 3 Kinder): 38,00 €