Mittwoch, 21. Januar 2015

[DIY] Travel Journal für Unkreative - Reisetagebücher ganz einfach gestalten


Reisetagebücher habe ich schon immer beklebt, bemalt und beschrieben. Mein ältestes Exemplar ist aus den frühen 90er Jahren, als ich noch mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren bin.

Heute sehen die Bücher zwar anders aus, aber es macht nicht minder viel Spaß, diese Bücher zu gestalteten. Diese Bücher werden auch immer wieder gerne herausgeholt und angeschaut. Es sind schöne Erinnerungen, die damit present gehalten werden - die Mühe lohnt sich also.

Wenn ich die Bilder auf Pinterest sehe, wie kreativ diese Travelbooks teilweise sind, dann bin ich schon neidisch, denn ganz offen gesagt, kann ich mit einem Stift ausschließlich schreiben, wenn ich versuche etwas zu zeichnen endet das meist mit Spott meiner Kinder. Finja kann es sich leisten, denn sie kann in der Tat besser zeichnen als ich. Torben hingegen... Aber das ist ein anderes Thema.

Doch Unkreativität ist keine Ausrede, auch ohne jegliches Talent kann jeder sein Reisetagebuch gestalten und ich möchte heute zeigen wie.

Am Anfang steht das Sammeln: Alles, was man vor Ort in seine Tasche stecken kann, wird mitgenommen: Prospekte, Servietten, Aufkleber, Postkarten, Quittungen, Fahrscheine, Eintrittskarten, Sand, ... Außerdem sollte man ein paar Basics dabei haben: Das Buch selbst (ich empfehle A4-Format), Stifte in mehreren Farben, Washi Tape, Klebestift... Mit der Zeit kommen immer neue Ideen dazu!

Flyer von den Orten nehme ich immer in doppelter Ausführung mit, damit ich von beiden Seiten ausschneiden kann.

Und schon geht's los: Am Anfang ist die leere Seite, schaut euch die Flyer an, was ihr dort ausschneiden wollt: Der Titel macht sich toll als Überschrift für eure Seite. Sucht euch Bilder aus, kleine Texte und Erklärungen oder auch nur Überschriften um Akzente zu setzen. Idealerweise kombiniert man das mit eigenen Fotos, die man entweder direkt am PC ausdruckt oder an einem der Fotodrucker in der Drogerie.

Wer mag schreibt eigenen Text dazu, alternativ schreibt man 3-4 Stichworte mit "Highlights" oder einen kleinen Kommentar. Es muss nicht viel Text sein, um das Buch spannend und interessant zu machen.

Dann wird geklebt. Die Bilder und Texte und andere Mitbringsel werden ganz nach Belieben angeordnet und geklebt. Mit der Zeit wird man zunehmen experimentierfreudiger und einfallsreicher. Flüssiger Kleber mit Sand bestreut gibt einen tollen Rahmen für einen Strandtag.

In unserem Schottland-Urlaub hatte ich so viel Spaß an den abendlichen Schnippelein (und meine Familie am Immer-Wieder-Ansehen), dass ich es danach einfach weitergeführt habe. So werden nun bei uns für alle Ausflüge, die wir machen (das sind ja einige mehr als hier im Blog stehen), eingetragen und festgehalten. Mittlerweile ist ein schönes Ritual daraus geworden.

Wie gesagt, man muss nicht wirklich kreativ sein, ausschneiden und aufkleben kann doch irgendwie jeder. Der Wert dieser Erinnerung: Unbezahlbar!

Im Anschluß zeige ich noch ein paar meiner Seiten. Ich wünsche Euch viel Spaß bei Eurem eigenen Buch!











Dienstag, 20. Januar 2015

[Family on Tour] Bunkermuseum Hamburg

Hamburg lässt uns nicht los! Im Herbst, noch lange bevor klar war, dass wir umziehen werden, habe ich vier Karten für das Bunkermuseum gebucht. Die Führungen dort sind immer sehr schnell ausgebucht, insbesondere jene Führungen, die speziell auf Familien mit Kindern zugeschnitten sind. Aber Hamburg ist ja nicht aus der Welt, und so haben wir einen kleinen Ausflug dorthin gemacht, und die Kinder konnten das gleich mit einem Übernachtungswochenende bei Oma und Opa verbinden.

Unsere Kinder waren für die Taschenlampenführung "Bunker im Dunklen" gut ausgerüstet:



Teelichter auf den Treppenstufen leuchten uns den Weg, ansonsten ist es stockfinster, als wir den Bunker betreten. Hier und da flackert eine Taschenlampe auf. Heute machen wir eine Zeitreise 70 Jahre zurück. Deutschland befindet sich mitten im Zweiten Weltkrieg und wird fast jede Nach durch Bombenangriffe bedroht. Für die Bevölkerung bedeutet dies die Flucht in Luftschutzkeller oder Bunker. Wie die Situation in dem Bunker damals war, das werden wir in der 1,5stündigen Führung erleben.

Der Bunker, den wir besichtigen besteht aus Eingangsbereich mit einer hinabführenden Treppe, Gasschleuse, vier Röhren (Maße je Röhre: Breite: 2,00 m, Länge: 17,00 m, Höhe: 2,25 m) mit Platz für 50 Menschen (oftmals waren es mehr), Notausgang. Gebaut wurde der Bunker von 1940-41 mit einer ein Meter dicken Betonschicht.

Nachdem wir etwas zum Aufbau des Bunkers erfahren haben, schauen wir Bilder der zerbombten Häuser aus dem Viertel an, die an eine Leinwand projiziert werden. Menschen die alles verloren haben, hören wir vom Tonband über ihre Erfahrungen berichten. Eine Mutter kommt zu Wort, deren Kind in Panik wegläuft und nie wieder kommt. Kinder, die aus brennenden Häusern nicht mehr gerettet werden können und eine Mutter von 10 Kindern, die beim Versuch ihr Baby zu retten selbst in den Flammen stirbt. Mir läuft ein eiskalter Schauer über den Rücken und im schummrigen Licht sehe ich auch meiner Tochter an, dass das nicht spurlos an ihr vorbei geht. Beim Anblick des zerstörten Viertels werden die Zeitzeugenberichte um so schauerlicher.

Dann ist der Diavortrag zu Ende. Es ist stockfinster und vom Band läuft die Tonbandaufnahme eines Luftangriffs. Man hört Menschen schreien, die Geräusche der Flugzeuge und die Detonation von Bomben. 3 Minuten, die mir vorkommen, wie eine Ewigkeit. Die Menschen im Bunker mussten das über Stunden aushalten. Was für eine Vorstellung. Als die Taschenlampen wieder angemacht werden, bin ich ehrlich erleichtert.

An den Wänden sehen wir Aufnahmen von ausgebombten Häusern, Menschen im Bunker.

Die Kinder (und auch wir Erwachsenen) dürfen Fragen stellen, bevor wir in die nächste Röhre wechseln. Und die Kinder sind allesamt sehr interessiert, stellen viele Fragen, so dass wir länger als wahrscheinlich geplant auf den Bänken sitzen bleiben. Unser Bunkerführer ist sehr geduldig, geht auf die Fragen der Kinder ein und erklärt ausführlich. Man merkt ihm an, dass es ihm ein Anliegen ist, hier zu arbeiten. "Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist ein sehr wichtiger Beitrag zur Friedensarbeit", meint er zwischendurch und erzählt, dass er hier auch sehr viele Schulklassen zu Besuch hat.

Im nächsten Raum sitzen wir einem Regal gegenüber, dass Bunkerzubehör, aber auch andere Gegenstände aus dem Krieg zeigt. Von Hitze verformte Flaschen, Feuerbomben, aber auch Gasmasken. Insbesondere die Kindergasmaske lässt wohl jeden Besucher hier erschauern. An dieser Stelle wird auch den Kindern nochmals deutlich, wie schwierig die Zeit damals auch für Kinder gewesen sein muss. Nachmittags zur Schule zu müssen, um das Tragen der Gasmaske zu trainieren - die, wie sie sich nach Begutachtung der Maske sicher sind, gar keine Luft durchlassen kann.

Nachdem auch hier die Fragerunde beendet wurde betreten wir den letzten Raum. Hier ist alles so, wie es damals ausgesehen hat. Nicht im Original, aber originalgetreu wieder aufgebaut. Eine lange Sitzreihe auf der einen Seite, Kofferregale auf der anderen Seite. In der Mitte des Raumes steht ein Etagenbett, die "Krankenstation" des Bunkers. Hier sind in Zeiten der Angriffe auch Kinder geboren worden. Jede Mutter kann sich vorstellen, wie es sein muss, mit 50 Menschen, teils Nachbarn, teils Fremde in einem Raum, entbinden zu müssen. Gleich daneben der Abort - ohne Wasserversorgung.

Hier endet unsere Führung nach 90 Minuten. Am Ausgang steht ein Sparschwein und die Kinder kramen alles, was sie in ihren Taschen finden können zusamen, um es dem Erhalt des Bunkers zu spenden. Ich muss zugeben, dass mich das rührt. Und ich glaube, sie haben verstanden, warum wir hier waren.

Auf dieser Führung waren wir insgesamt 17 Personen, über die Hälfte davon Kinder. Torben und ein anderes Mädchen in seinem Alter die Ältesten, die Jüngsten werden um die 5-6 Jahre alt gewesen sein. Zu jung? Ich glaube, man kann nie zu jung sein, um unsere Geschichte langsam kennen und verstehen zu lernen. Kinder in dem Alter nehmen mit, was sie verstehen können. Finja und Torben haben immer schon Museen besucht, in denen auch der Krieg thematisiert wurde. Vor 3 Jahren einen Luftangriff in Originallautstärke im Berliner Bunker der "Story of Berlin" miterlebt. Krieg und Terror können niemals die Lösung sein, für keine Seite. Genau das müssen wir der kommenden Generation mitgeben! Es ist so leicht, und doch so schwer, einander unabhängig von Religion, Herkunft und Weltanschauung die Hand zu reichen. Jüngste Ereignisse zeigen wieder, wie Einzelne dazu beitragen, Zweifel und Zwietracht zu sehen, aber auch, wie sich Massen dagegen stellen. Und das macht Mut und Hoffnung. Gedanken, die mich aus der Vergangenheit in die Gegenwart holen. Draußen ist es dunkel als wir den Bunker wieder verlassen. Die Heimfahrt nutzen wir, um uns über das Erlebte auszutauschen. Immer noch stellen die Kinder Fragen und man merkt, was für ein Bedürfnis es ist, darüber zu reden. Und das tun wir, bis wie bei Oma und Opa angekommen sind.

Wir können nur empfehlen, mit Kindern die Taschenlampenführung mitzumachen! Hier im Bunker zu sitzen, zu erfahren, wie das damals war, zu sehen, wie Koffer in Reihen hier stehen, die Kinder-Gasmaske aus nächster Nähe zu sehen, das ist immer noch etwas anderes, als davon im Geschichtsbuch zu lesen. Und zu jung waren nur jene Kinder, die hier bei einem Angriff vor über 70 Jahren sitzen mussten! Viel zu jung!

Anschrift: 

Bunkermuseum Hamburg
Wichernsweg 16
20537 Hamburg

Öffnungszeiten: 

Donnerstag (nicht an Feiertagen) von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17.15 Uhr.

Eintrittspreise:

Museumsbesuch:
Erwachsene:  3,00 €
Kinder bis 12 Jahre: 1,50 €

Führung: 
Die Karten für die Touren "Bunker im Dunkeln" sind nur im Vorverkauf erhältlich

Erwachsene: 8,00 €
Kinder bis 12 Jahren: 4,00 €
zzgl. 2,00 € Bearbeitungsgebühr (die Karten werden zugeschickt)

Freitag, 16. Januar 2015

[Family on Tour] Dünen-Therme St. Peter-Ording

Im Herbst waren wir in St. Peter-Ording zum Drachenfestival und auch im Sommer fahren wir gerne an den Sandstrand um uns in die Wellen zu stürzen. Meiner Meinung nach findet man hier einen der schönsten Nordsee-Strände!

Man liest es aus unseren Post raus - wir sind Sommerkinder!! Der Winter nervt uns, vor allem mich. Dieser ständige Regen im Moment macht mich schier wahnsinnig! Hier regnet es wirklich JEDEN Tag. Da hilft nur eines: Die Flucht ins Schwimmbad. Wasser - Wärme - Action - das ist genau die richtige Antwort für diese Jahreszeit.

Letzten Samstag saßen wir also am PC und suchten nach einem Schwimmbad, das wir noch nicht kennen und das allen Wünschen gerecht werden würde: Ich will schwimmen, die Kinder wollen Rutschen, am liebsten immer höher und schneller und Kevin will vor allem Entspannung nach den ersten zwei Wochen im neuen Job.

So kamen wir also auf die Dünen-Therme in St. Peter-Ording. Und das wurde seinem Namen auch mehr als gerecht, allein die Lage in den Dünen ist traumhaft:


Wenn man früh genug da ist, kann man sich einen der begehrten Liegestühle an der Fensterfront sichern, mit denen man einen traumhaften Blick auf die Dünen und das Meer hat und die Möwen vorbeifliegen sehen kann.

Die Kinder haben dafür keinen Blick, die Handtücher werden auf den Stuhl geschmissen und schon sind sie wieder weg.

Die River-Rutsche wollen sie sofort ausprobieren. Ich bin kein großer Fan von Rutschen, früher ja, da konnte es mir auch nie hoch und schnell genug sein, nach der Geburt meiner Kinder bin ich allerdings in der Hinsicht eher zurückhaltend. Komisch, wie man sich und seine Vorlieben/Einstellungen so ändern kann. Aber ich will kein Spielverderber sein und lasse mich überreden. Die Rutsche geht nach draußen, mir ist jetzt schon bitterkalt und dann in einer offenen Rutsche nach draußen? Brrrrr...... Ich rutsche, plötzlich tauche ich unter, wenig später taucht auch schon meine Tochter hinter mir auf, während ich noch versuche, auf die nächste Rutschrampe zuzuschwimmen. "Los Mama, halt hier nicht den ganzen Verkehr auf!" ruft sie und schubst mich an. Hallo?! Schon ist auch mein Mann hinter mir, der mich höhnisch fragt, ob er mir helfen solle. Er klatscht seine Tochter ab und ich bin endlich auf der nächsten Etappe auf dem Rutschweg und lande promt, im nächsten Auffangbecken, in das ich wieder kopfüber eintaucht. 'Schwapp' sind auch Töchterchen und mein Ehemann wieder hinter mir. Ich bin erst 10 Minuten im Bad und habe schon blaue Flecken. Schnell die letzte Etappe, bevor sie wieder mit ihren Sprüchen kommen. Aufatmen, als ich endlich unten angekommen bin. Ich fühle mich, als wäre ich in diesen 2-4 Minuten um Jahre gealtert. Ich brauche eine Pause und will den Whirlpool ansteuern, den ich nicht gedenke bis heute Nachmittag wieder zu verlassen. Doch schon zerrt meine Tochter wieder an mir, "Und jetzt die Reifenrutsche!!!". So finde ich mich im nächsten Moment mit einem 2er-Reifen in der Hand oben an der Reifenrutsche wieder. Mein Körper fragt sich insgeheim, ob ich den Verstand verloren habe, aber was tut man nicht alles für seine Kinder?! "Viel zu viel", ruft mein Körper noch, aber dann bin ich auch schon auf Talfahrt und sause mit meiner Tochter durch die Tunnelröhre und was soll ich sagen, es macht tatsächlich Spaß und ich erinnere mich plötzlich wieder daran, wie das mal war. Als wir unten ankommen, hat sich mein Körper mit dem Rutschen wieder ausgesöhnt. Trotzdem: Ich brauche eine Pause.

Da ich mir nun den Rest des Schwimmbades gerne ansehen würde, lasse ich den Rest meiner Familie weiterrutschen, die schon wieder auf dem Weg zur River-Rutsche sind, und genieße die Zeit, die ich gerade für mich habe, um ein paar Bahnen zu schwimmen. Nichtschwimmer und Schwimmerbecken gehen hier ineinander über. In diesem Becken gibt es in regelmäßigen Abständen auch Wellen, aber noch ist es hier "windstill" und so kurz nach Öffnung tummeln sich in dem Becken kaum Besucher, so dass ich in Ruhe meine Bahnen ziehen kann. Sehr entspannend! Gleich neben dem Becken befindet sich ein geschlossener Ruheraum, in dem sich auch Liegestühle befinden. Daneben ist das Bistro.

Auf der anderen Seite des Schwimmbades ist der Familienbereich, mir einem schönen Kleinkindbecken mit Piratenschiff, Strandkörben und sogar Laufställe stehen zur Verfügung.

Zusätzlich gibt es ein weiteres großes Becken mit 1,30 m Wassertiefe (können auch 1,20 m gewesen sein), hier gibt es einen Strömungskanal, Massagedüsen und auch die Verbindung zum Außenbecken. Solange keine Windböe kommt, kann man hier gut schwimmen, sonst kann es auch schon mal passieren, dass man Dünensand ins Gesicht bekommt. Der Boden im Außenbecken ist schon mit einer Sandschicht bedeckt und auch nachfolgende Badegäste kommen mit der Frage "Weht der Wind schon wieder?!" durch die Gummilamellen geschwommen.

Was mir gut gefällt ist, dass man hier beim Bademeister Wasserbälle ausleihen kann. Unserer hat nämlich den letzten Schwimmbadbesuch nicht heil überstanden.

Es ist schon später Nachmittag, als wir das Schwimmbad wieder verlassen.

Leider war die Turbo-Rutsche gesperrt, die Torben unbedingt ausprobieren wollte. So haben wir aber wenigstens einen Grund um wieder zu kommen.

Wer Urlaub an der Nordsee macht, sollte unbedingt Badesachen dabei haben, um bei einem Schlechtwettertag hierhin flüchten zu können!

Pro und Kontra: 

+ schöne Lage
+ drei völlig verschiedene Rutschen
+ separater Ruhebereich
+ sehr schöner, bunter und durchdachter Familienbereich
+ Wellenbad
+ freundliches Personal

- es gibt nur gemischte Sammelumkleiden und wenige Einzelumkleiden - ich bin ja tolerant, aber neben wildfremden Männern umziehen möchte ich mich dann doch nicht
- die Haartrockner brauchen ewig um die Haare zu trocknen

Anschrift: 

Dünen-Therme
Maleens Knoll 2
25826 Sankt Peter-Ording

Öffnungszeiten: 

April bis Oktober
  • täglich 10.00 - 22.00 Uhr
November bis März
  • Montag - Freitag 14.00 - 22.00 Uhr
  • Samstag, Sonn- & Feiertag 10.00 - 22.00 Uhr
Eintrittspreise:

Tageskarte Erwachsene: 13,00 €
Tageskarte Kinder: 8,00 €
Tageskarte Familien: 31,00 €

Es gibt auch Tarife für eine 2,5 und 3,5 Stunden. Wer die Sauna mitnutzen möchte, zahlt etwas mehr. Die genauen Tarife findet ihr auf der Homepage von St. Peter-Ording.

Donnerstag, 15. Januar 2015

[Family on Tour] Odysseum in Köln - Dauerausstellung

Nachdem wir die Harry Potter Ausstellung besichtigt haben, wollten wir natürlich auch noch die Dauerausstellung des Odysseums besuchen, wenn wir schon ein Kombiticket haben. Vorneweg: Auch ohne die Harry Potter Ausstellung zu besuchen, lohnt sich das Odysseum - lest warum:

Bevor wir in die Ausstellung gehen, werden wir von zwei netten Damen mit einer Mueseumsralley ausgestattet. Es gibt hier vier verschiedene Schwierigkeitsstufen, von einfach bis harte Nuss - die Kinder können aussuchen, was sie gerne machen möchten, bzw. was sie sich zutrauen. In der Ausstellung finden wir immer wieder Stationen die farblich gekennzeichnet sind. Und so werden wir Ausschau halten, nach roten und schwarzen Stationen.

Dann geht es endlich los. Wir betreten einen Fahrstuhl, in dem ein kleiner Film gezeigt wird. Es ruckelt und wackelt, denn wir "fahren mit einem Raumschiff". Unsere erste Haltestelle ist der Urwald. Die Türen öffnen sich und wir finden uns in einer grünen Oase wieder, in der es jede Menge zu entdecken gibt. Kinder, die zu Elefanten, Nashörnern und Schweinchen werden beispielsweise!



Finja ist gerade dabei, mit archäologischem Spürsinn Knochen in der Sandgrube freizulegen, als uns plötzliche ein lauter ROAHHH aufschrecken lässt. Nur wenige Meter weiter reißt ein großer Dinosaurier sein Maul auf!


Die Kinder sind dort nur wegzubekommen, weil gleich darüber ein kleiner Kletterparcours ist. Kevin und ich wissen schon, jetzt haben wir eine kleine Verschnaufspause, denn wenn die Beiden irgendwo rumklettern können, sind sie erst mal eine ganze Weile beschäftigt.


Es ist schon ein Wunder, unsere DNA und immer wieder für eine Überraschung gut: Habt ihr gewußt, dass wir uns mit der Maus 99% der DNA teilen? Dieses verbleibende 1% entscheidet also über Mann oder Maus - eine überraschende Tatsache. Aber nicht nur das lernen wir hier, sondern auch wie unser Körper, unsere Sinne funktionieren und warum. Dafür gibt es zahlreiche Stationen, an denen man etwas ausprobieren kann. Das Loch in der Wand zu treffen, wenn man eine Zerrbrille aufhat ist ebenso kniffelig, wie eine schnelle Reaktion, wenn man sich allein auf seine Hörleistungen verlassen muss. Spürt man die kitzelnden Borsten des Pinsels auch dann, wenn sie die Hand gar nicht wirklich berühren, sondern und eine Phantamhand?

Spannende Fragen, denen wir hier auf den Grund gehen können. Zum Schluss dürfen wir uns noch mal im Ideal sehen, indem wir uns fotografieren lassen und die Gesichtshälfte spiegeln, um ein symmetrisches Gesicht zu bekommen. Irgendwie ungewohnt und keiner möchte danach noch "schön" sein, sondern lieber so bleiben wie immer!

Nachdem wir den Themenbereich Urwald hinter uns gelassen haben, betreten wir wieder einen Fahrstuhl um unsere Reise fortzusetzen. Wieder befinden uns wieder in dem Raumschiff und ein kleiner Roboter unterhält uns während der "Fahrt".

Wir befinden uns plötzlich in einer großen Kuppel, mit einem riesigen Erdball in der Mitte. Hier dreht sich alles um das Thema Erde, Weltraum, Physik und Ressourcen.

Auf einer riesigen Leinwand kann man jeden Ort der Welt über Google Maps finden.  Auf einer Waage messen wir, wie lange wir nach einem Sprung in der Luft bleiben können.

Über eine lange Kreisempore kommen wir zu den unterschiedlichen Stationen und ins Erdgeschoss, wo sich weitere Mitmachstationen befinden.  Wir können einen Blick in unsere Hand werfen, stark vergrößert, bis zur letzten Zelle. Aber um ehrlich zu sein, sind unsere Kinder schon gedanklich ganz woanders, denn sie haben den Astronautenflug-Simulator entdeckt und sind nicht mehr zu halten. Also geht es direkt dorthin, und wir haben Glück, dass nur noch 2 Kinder vor unseren in der Schlange stehen. Mir wird schon beim Zusehen schlecht. Den Kindern offensichtlich nicht, denn sie setzen sich auf dem Stuhl und lassen sich durchwirbeln: hoch und runter, kopfüber und auf die Seite. Ich kann mir das nicht ansehen!

Und eigentlich dachte ich, dass wir uns nun in die Ausstellung stürzen können, doch Fehlanzeige, denn plötzlich waren meine Kinder verschwunden, während ich gerade noch fasziniert/schockiert vor der Tafel stehe, wie lange die Ressourcen auf der Erde noch reichen, uns zu ernähren, wie unser Umgang mit der Erde das (Über)Leben beeinflusst. Ich versuche darauf zu achten, keine Energie zu verschwenden und wenig Müll zu produzieren, und dennoch: Es sieht nicht wirklich gut aus für unsere Erde, wenn es keine 180° Wendung gibt. Das weiß man, aber genau ausgerechnet zu kommen, wann die Erde uns nicht mehr ernähren kann, das ist schon nochmal eine andere Hausnummer.

Meine Kinder finde ich dann auch wieder, sie stehen vor dem Flugsimulator an. Selbst mal Pilot sein, wer möchte das nicht?!

Schon nach kurzer Wartezeit sind beide an der Reihe und fliegen (gedanklich) über uns weg.

"Jetzt wollen wir alles andere ausprobieren", höre ich meine Kinder noch schnell rufen, dann sind sie auch schon damit beschäftigt, Zahnräder aufzustecken.

Es gibt noch viele andere Stationen hier, aber es würde den Rahmen sprengen, alle einzeln aufzuzählen. Nur soviel, man sollte allein für diese Halle mind. eine Stunde einplanen, eher ein kleines bisschen länger.

Mittagszeit ist längst vorbei und erst als wir aus der Ausstellung raus sind, merken wir, wie hungrig wir eigentlich sind. Also steuern wir geradewegs das Museumsbistro an. Wir haben Glück und erwischen den letzten freien Tisch. Bestellt haben wir Nudeln und Pizza, wobei es nicht mehr als gerade so ok war. Die Pizza war nicht frisch, sondern tiefgefroren und das zu wirklich gepfefferten Preisen. Aber wir hatten Hunger und irgendwie keine Alternative - generell familienfreundlich war das "Vergnügen" jedenfalls nicht. Da kann sich das Odysseum wirklich mal ein Beispiel am LIFE in Newcastle nehmen, die zeigen, dass ein Museumsbistro gesundes Essen zu günstigen Preisen anbieten kann!

Gut gestärkt schlagen wir nun die letzte Etappe ein: Das Museum mit der Maus.


Die Maus ist legendär, schon als Kind habe ich gespannt zugeschaut, als erklärt wurde, wie die Streifen in die Zahnpasta kommen. Das war auch das einzige Kinderprogramm, was mein Papa damals immer gerne mitgeschaut hat. Auch heute noch erklärt die Maus Kindern die Welt so, dass sie es auch wirklich verstehen. Und auch als Erwachsener erfährt man immer wieder Neues, auch Dinge, nach denen man bisher nie gefragt hat. Zum Beispiel, was eigentlich im Schloss passiert, wenn man den Schlüssel hinein steckt. So etwas habe ich noch nie ernsthaft hinterfragt.

Hier wird es nicht nur trocken erklärt, sondern im Großformat zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Von drei Schlüsseln passt nur einer, und anhand des transparenten Schlosses kann man direkt sehen warum das so ist.

Der Hauptmagnet in diesem Bereich ist der große Wasserlauf, wo man an mehreren Stellen kleine Experimente durchführen oder einfach nur planschen kann. Hier werden Dämme gebaut und wieder eingerissen, es werden Schikanen eingebaut und ganz nebenbei lernen die Kinder warum diese den Flusslauf bremsen können.


Der Alltag der Kinder ist voller Fragen, die Maus und Elefant beantworten. Ausprobieren steht dabei immer an erster Stelle:
  • Wie oft kann ich ein Blatt Papier falten?
  • Wie sieht es im Innern einer Waschmaschine aus?
  • Wie sieht ein Feuermelder von Innen aus?
  • Was befindet sich im Staub?
  • Warum sind Gullideckel rund?
  • ... 
 Das sind nur einige der Fragen, die hier gestellt werden. Aber im Maus-Bereich des Museums kann man nicht nur jede Menge lernen, sondern auch viel Toben und Klettern. Ein großer Kletterturm lässt (kleinere) Kinder so richtig auspowern - Rutschen - Klettern - Balancieren, bis unter die Decke hoch. Für die Größeren gibt es einen Kletterparcours, mit dem sie an der Decke entlang über den Ausstellungsbereich klettern können.

Und das ist für uns auch schon der Abschluss dieser tollen Museumstour. Insgesamt waren wir über 6 Stunden hier und wir finden: Das war ein erlebnisreicher Besuch mit vielen Highlights!




Odysseum auf einem Blick: 

  • Unbedingt vorher Piknicken, oder den Besuch auf die Zeit nach dem Mittagessen legen, Museumsbistro ist überteuert
  • Garderobe und Taschen können in Schließfächern verstaut werden (Pfand 1 €-Münze)
  • Fotografieren ist in der Dauerausstellung (auch mit Blitz) erlaubt
  • Festes Schuhwerk ist für den Klettergarten notwendig
  • bei kleineren Kindern Ersatzkleidung mitnehmen, falls sie beim Wasserspielplatz nass werden
  • Das Außengelände ist nur geöffnet, wenn die Witterungslage es zulässt
  • für den Besuch viel Zeit einplanen

Dienstag, 13. Januar 2015

[DIY] Häkeldecke

Ich liebe handarbeiten schon seit ich Teenager bin! In der Schule habe ich stricken und sticken gelernt, leider nie häkeln. Und so habe ich das tatsächlich erst vor ein paar Monaten "begriffen". Ich habe mit meiner Nadel und meinem Knäul so lange Anleitungshefte studiert und Videos auf Youtube angeschaut, bis ich das endlich verinnerlicht hatte. Jetzt häkel ich bis die Nadeln glühen ;-)

Pünktlich zum Einzug hier ist meine Decke fertig geworden! Und was soll ich sagen: Ich liebe sie!! Eigentlich wollte ich damit meinen Wollvorrat etwas dezimieren, dort irgendwie ist die Schublade noch genauso voll wie vorher. Ich werde wohl noch eine weitere Decke häkeln "müssen"!

Gehäkelt habe ich das als fortlaufendes Granny-Square, weil ich Wolle in unterschiedlichen Stärken verwendet habe. So konnte ich rundum häkeln und habe mir nicht nur das anpassen der Square-Größen an die jeweilige Wollstärke gespart, sondern auch das verhäkeln der einzelnen Teilstücke.

Gehäkelt wird ausschließlich in Stäbchen und Luftmaschen. Immer 4 Stäbchen in den Luftmaschenring der Vorderreihe, 2 Luftmaschen und wieder 4 Stäbchen in den nächsten Luftmaschenring. In die Ecken werden in einen Luftmaschenring 4 Stäbchen+2 Luftmaschen+4 Stäbchen gehäkelt, wodurch die Ecken entstehen.

Für dieses nasskalte Regenwetter genau das Richtige!!!



Freitag, 9. Januar 2015

[Family on Tour] Harry Potter Exhibition in Köln

Ich bin überzeugt, dass mein Sohn einer der größten Harry Potter Fans überhaupt ist. Wie oft er die 7 Bücher und die dazugehörigen Filme gesehen hat, können wir schon gar nicht mehr zählen, das die DVDS überhaupt noch abspielen grenzt an ein Wunder. Um so größer war die Freude, als es an Weihnachten Karten für die Harry Potter Exhibtion in Köln gab. Gleich zwei Tage später saßen wir im Zug Richtung Rheinland.

Die Vorfreude war riesig und schon im Zug gab es kein anderes Thema mehr, zumindest, wenn Torben sich kurz von seinem Buch (Natürlich ein Harry Potter Band) losreißen konnte.

Die Karten hatte ich schon Wochen vorher besorgt, man bucht direkt ein Datum mit Zeitfenster dazu, in dem man vor Ort sein will. Es wird geraten ca. eine halbe Stunde vor dieser Uhrzeit anzukommen, damit auf jeden Fall genug Zeit bleibt.

Wir hatten Glück und konnten schon 20 Minuten vorher in die Ausstellung, weil an diesem Samstag morgen der Andrang noch nicht so hoch war. Auf den Audioguide haben wir verzichtet, lieber wollten wir uns die Ausstellung so ansehen und auf uns wirken lassen.

Bevor es los geht, nutzen wir eines der vielen Schließfächer, um unsere Taschen und Jacken zu verstauen. Ich bin ehrlich froh, dass wir die ganzen Sachen nicht mitschleppen müssen.

Dann geht es (fast) los. Zuerst werden jedoch alle Besucher mit einem Zauberstab ausgestattet und fotografiert. Hier halten wir den Verkehr auf, weil die Kinder erst genau wissen wollen, welcher Zauberstab zu welchen Zauberer gehört. Als sie sich dann endlich entschieden haben und wir das Foto im Kasten haben, stehen wir endlich an der Tür zur Ausstellung.

Wir betreten einen Raum, in dem sich an der Wand eine Reihe von Bildschirmen befindet, auf denen Filmausschnitte zu sehen sind.

Die Tür öffnet sich und wie bei allen Neuankömmlingen in Hogwarts werden auch die Besucher auf die einzelnen Häuser verteilt. Aus der Gruppe dürfen sich Kinder melden, die sich gerne vom sprechenden Hut einteilen lassen möchten. Natürlich wollten alle Kinder nach Griffendor - und der Hut erfüllt diese Wünsche natürlich gerne.


Vorbei am Hogwarts Express geht es nun in die Ausstellung. Fotografieren ist hier nur ohne Blitz erlaubt, daher sind die Bilder nicht ganz so toll. Ich werde diese "ohne-Blitz"-Einschränkung nie verstehen.

 Die einzelnen Habseligkeiten kann man in "Koffern" bewundern, die unter einen großen Glasblock ausgestellt werden. Hier findet man Zeitschriften, Zauberstäbe, Nevills Pflanzenkundebesteck und viele andere Artefakte, die sich im Laufe der Filme angesammelt haben. Schmunzeln musste ich über den Test, den Gilderoy Lockhard seinen Schülern gestellt hat:

"1. Welches ist Golderoy Lockharts Lieblingsfarbe?
 2. Was ist Gilderoy Lockharts geheime Leidenschaft?
usw."

Und so entdecken wir hier immer wieder kleine Details, die uns aus den Büchern/Filmen nicht bekannt war. Auf einem Zeitungsausschnitt lesen wir so zum Beispiel, das Karkarow tot aufgefunden wurde. Nicht mal Torben hatte das in irgendeiner Weise auf dem Zettel ;-)


 Wie schon in bei der Harry Potter Studio Tour sind auch viele Kostüme ausgestellt. Torben fand das besonders interessant und wollte fast vor jedem Kostüm fotografiert werden. Sonst lässt er sich nicht so gerne fotografieren, ich erkannte ihn kaum wieder.


Auch wenn er mitbekommen hat, dass sich andere Leute bei einem Ausstellungsstück nicht sicher sind, was genau das ist oder in welchem Film es vorkam, kommt Torben daher und erzählt es ihnen. Das ist sonst so gar nicht seine Art, er ist eher zurückhaltend, aber hier ist jede Schüchternheit wie verflogen. Harry Potter ist eben "sein" Thema und da kann man auch gerne mal klugsch... ;-)

Was mir in der Ausstellung gefällt ist, dass man auch aktiv in die Zauberwelt eintauchen kann, sei es beim Alraunen ziehen oder beim Quiddich-Spielen.



Je länger wir hier sind, desto schwerer fällt es, in der Realität zu bleiben. Die Schulbücher liegen hier als echte Bücher, von der Quidditch Weltmeisterschaft schauen wir uns Fahnen und das Programmheft an, es scheint fast so, als wäre diese Welt real, mit so viel Liebe zum Detail wurde bei den Filmen und auch bei dieser Ausstellung bearbeitet.


Das Highlight ist für Torben neben den Todessern und dem Hippogreif Seidenschnabel Hagrits Hütte. Es ist alles etwas größer als normal und irgendwie urig. An den Wänden hängen Käfige, Topfe und allerlei Gerümpel gibt es hier und dort. Besucher können sogar in seinem Sessel Platz nehmen. Hier gibt es auch keinen Streit, wer zuerst darf, denn es haben locker beide zusammen Platz!

Torbens stolzer Blick - genial!!


Zum Abschied entdecken wir auch noch den kleinen Elfen Dobby, der etwas versteckt hinter dem Festumhang von Dumbledore steht. 


Dann sind wir auch schon am Ende der Ausstellung angelangt und wir verlassen diese magische Welt nur sehr ungern!

Zum Abschluss machen wir noch einen kleinen Bummel durch den Shop und können dort auch unser Foto, das eingangs von uns gemacht wurde, ansehen und mitnehmen.


Die Preise in dem Shop haben es allerdings in sich, so dass die gewünschten Souveniers leider unerschwinglich sind. Ein Zauberstab, den die Kinder unbedingt haben wollten, kostete 40,00 € und auch für das Foto haben wir 18,00 € bezahlt und noch mal 20,00 € für den Katalog zur Ausstellung.

Das ist auch der große Kritikpunkt, den ich habe: Für Kinder, die etwas von ihrem Taschengeld als Erinnerung mitnehmen wollen, gibt es dort fast gar nichts - nicht mal eine kleine Postkarte. Und ganz ehrlich, 80,00 € für zwei Zauberstäbe? So böse kann ich meinem Geld gar nicht sein!

Liebe Veranstalter, mir ist klar, dass sich mit der Marke Harry Potter sehr gut Geld verdienen lässt, aber bitte denkt mal an die Kinder!

Ansonsten ist es eine tolle Ausstellung, bei der die Kinder voll auf ihre Kosten gekommen sind und die sie sehr begeistert hat. Auch im Nachhinein reden sie noch viel davon und haben damit eine wirklich schöne Erinnerung daran.

Aber natürlich ist das überhaupt kein Vergleich zu der Harry Potter Studio Tour in London. Die Ausstellung dort ist viel größer, es gibt ein großes Außengelände dazu und die Möglichkeit auf einem Besen zu reiten oder ein Butterbier zu trinken. Lest meinen Erlebnisbericht, da erzähle ich ganz ausführlich davon . Außerdem arf man dort mit Blitz fotografieren, wodurch man selbst viele schöne Momente festhalten kann. Also insgesamt ist es dort besucherfreundlicher.

Für alle, die die Reise nach London zu weit ist, ist Köln aber durchaus eine adäquate Alternative. Wer allerdings schon in London war und ein ähnliches Niveau erwartet, wird eher enttäuscht sein.

Mit der Eintrittskarte kann man anschließend noch die Ausstellungsräume des Odysseum, zu denen auch das Museum mit der Maus gehört ansehen. Was wir dort erlebt haben, erzähle ich euch in den nächsten Tagen.

Adresse:

Odysseum
Corintostraße 1
51103 Köln (Kalk)
0221 - 690 68 111

Öffnungszeiten:

Montag - Donnerstag: 9:00 - 18:00 Uhr
Freitag - Sonntag: 9:00 - 20:00 Uhr
Schulferien NRW: 9:00 - 20:00 Uhr

Eintrittspreise für das Kombiticket Harry Potter:

Erwachsene: 29,95 €
Kinder: 23,95 €
Familien (2+2 oder 1+3): 99,95 €

Donnerstag, 8. Januar 2015

[Family on Tour] Meerwasser-Wellenbad in Eckernförde

Nun sind wir schon hier am Meer und müssen doch noch so lange warten, bis wir uns in die Fluten stürzen dürfen. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt und dann werden wir sicher so einige Tage am Strand verbringen.

Bis dahin haben wir aber schon mal adäquaten Ersatz gefunden, zumindest gibt es im Schwimmbad Eckernförde Wellen und Meerwasser!

Es ist einer der letzten Ferientage, an denen wir beschließen, in dieses Schwimmbad zu fahren. Ohne Papa, denn der hat schon wieder angefangen zu arbeiten. Da hat er wirklich etwas verpasst, urteilten wir am Ende einstimmig. 

Es gibt im Meerwasser-Wellenbad ein großes Schwimmbecken, das vom Nichtschwimmer in den Schwimmerbereich übergeht. Regelmäßig wird hier der Wellengang gestartet, allerdings gibt es auch Schwimmzeiten komplett ohne Wellengang, in denen in aller Ruhe geschwommen werden kann. Ein Blick auf die Homepage lohnt sich vor einem Besuch, um sich über die Welleneiten zu informieren und eventuelle Enttäuschungen vor Ort zu vermeiden. Wir hatten Glück, dass noch Schulferien waren, so dass den ganzen Tag über Wellen gestartet wurden.

Traumhaft: Die große Fensterfront mit Blick auf den Strand und das Meer, im Hintergrund die Strandpromenade, die abends herrlich beleuchtet ist. Allein hier zu liegen und zu entspannen, wenn es draußen nasskalt und ungemütlich ist, dafür lohnt sich dieser Besuch schon. Ich genieße es sehr, hier zu entspannen, etwas in meinem Buch zu lesen und zu dösen, während die Kinder damit beschäftigt sind, die Treppe zur Rutsche hoch zu laufen und anschließend durch die Black Hole wieder runter zu rutschen. Ich weiß nicht, wie viele Male sie das wiederholt haben, auf jeden Fall sind sie völlig k.o., als sie wieder vor mir stehen.

Da kommt eine kleine Auszeit im Whirlpool gerade richtig. Anschließend stürzen wir uns gleich wieder in die Wellen und versuchen dagegen anzuschwimmen und uns dann wieder zurücktreiben zu lassen.

Für kleiner Kinder gibt es einen Wasserspielbereich, in dem sie ausgiebig toben können.

Das gesamte Bad ist sehr farbenfroh und einladend gestaltet. Bullaugen und Streifen sorgen für eine Strand-Atmosphäre, zu der auch die Strandkörbe ihren Teil beitragen.

Die reguläre Badedauer beträgt 2,5 Stunden, wenn man länger bleiben möchte, wird eine kleine Nachzahlung fällig. Da der Eintrittspreis aber recht günstig ist, ist das auch in Ordnung.

Demnächst möchte ich mit meinem Mann nochmal dorthin, weil wir dann die Saune ausprobieren wollen. Das tut sicher gut bei dem Wetter.

Und zum gemeinsamen Schwimmen werden wir das Meerwasser-Wellenbad aber auch regelmäßig besuchen und dann ist die Zeit bis zum Sommer auch nicht mehr so lange!

Anschrift: 

Meerwasser Wellenbad Eckernförde
Preußerstraße 1
24340 Eckernförde
Telefon: 04351 905400

Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind sehr variabel und am Besten auf der Homepage nachzulesen.

Mittwoch, 7. Januar 2015

[Family on Tour] Zu Besuch im Kerzenhuus

Wenn der Dezember vorüber ist, beginnt die dunkelste Zeit des Jahres. Auch wenn die Tage wieder länger werden, es bleibt doch trist und grau und ungemütlich. Für mich ist es immer eine Erleichterung, wenn der Frühling seine ersten Boten schickt.

Da kam mir der Flyer vom Kerzenhuus gerade zur rechten Zeit in die Hände. "Kerzenziehen nach dänischem Vorbild" hieß es dort. Und dann auch noch fast in der Nachbarschaft. Also nichts wie hin.

Der Laden liegt in Steinfeld, direkt an der Hauptstrasse.

Als wir eintreten sehen wir schon Erwachsene und Kinder an den Fässern stehen, in der Hand eine kleine Holzscheibe, an der zwei mehr oder weniger dicke Kerzen baumeln.

Nachdem wir unsere Jacken aufgehängt haben, dürfen wir auch loslegen: Wir bekommen ebenfalls eine Holzscheibe, an der ein Docht eingeklemmt wird, der nun an zwei langen Seiten herunterbaumelt.

Zwischen insgesamt 20 Farben können wir wählen. Für jede Farbe gibt es ein großes Holzfass, in dem sich bis zum Rand geschmolzenes Wachs befindet, in das wir unseren Docht eintunken - warten - wieder eintunken usw. Man braucht schon etwas Geduld für diese Art der Kerzenherstellung, dafür wird man aber ganz nebenbei mit einer Auszeit belohnt. Denn hier wird nicht gesprochen, es scheint, als würde die Kerzenproduktion so viel Aufmerksamkeit erfordern, dass für etwas anderes kaum Zeit bleibt. Selbst die kleinsten Kinder stehen mit einer Ruhe und Geduld vor den Fässern, die mich ehrlich erstaunt. 

Am Ende können wir wirklich stolz sein, auf ein Kerzenpaar, dass am Ende noch einen leichten Farbverlauf bekommen hat, indem wir es anschließend nochmal in eine dunkle Farbe getunkt haben.

An der Kasse wird die Kerze noch mit "Zauberwachs" besprenkelt, womit sie natürlich auch gleich nochmal interessanter aussehen.

Eigentlich sind diese Kerzen ja fast zu schade zum Anzünden. Aber da das Vergnügen sehr erschwinglich ist, und der Laden nicht wirklich weit von uns entfernt ist, werden wir sie wohl doch entzünden und bei Bedarf einfach wieder hinfahren und neue Kerzen machen. Ein Kerzenpaar bekommt man für 3,50 €

Finja hat im Anschluss an die Kerzen noch eine kleine Schale aus Wachs gemacht. Hier werden wir ein Teelicht reinstellen, dann kann sie einen schönen Farbtupfer in unser Wohnzimmer zaubern.


Damit kommt dann doch etwas Licht in die graue Zeit. Die Vorfreude auf das Frühjahr bleibt aber trotzdem!

Adresse:

Kerzenhuus
Loiter Str. 1
24888 Steinfeld

Öffnungszeiten:

Mittwoch, Samstag und Sonntag 13:00 - 18:00 Uhr
In den Ferien auch Dienstag bis Freitag 11:00 - 18:00 Uhr

Dienstag, 6. Januar 2015

Angekommen - Die ersten Tage im neuen Zuhause

Angekommen? Naja, zumindest sind Sack und Pack schon verstaut. Bis man am neuen Ort "heimisch" ist, dauert es erfahrungsgemäß etwas länger. Überhaupt scheint man nach diversen Umzügen einen anderen Begriff von H E I M A T zu haben, als jemand, der seit Jahr und Tag in dem gleichen Haus lebt. Meine Eltern haben just ihr 30jähriges Haus-Jubiläum gefeiert, etwas, das für uns irgendwie nicht vorstellbar ist. Nur an einem Ort leben? Wäre ich immer in der Stadt geblieben, in der ich aufgewachsen bin - wie viele schöne Momente wären uns dann verwehrt geblieben? Wie viele schöne Erlebnisse und vor allem, welch schöne Begegnungen, die Freundschaften mit tollen Menschen. Sicher, hätten wir dort gewohnt, wären es eben andere gewesen, aber dennoch: Ich will nichts missen. Die Zeit in Spenge oder in der Pfalz nicht, das kleine Dörfchen Bilsen nicht und wer weiß was nun die Schlei für uns bereit hält! An einem Ort zu leben ist eben doch etwas ganz anderes, als ihn für ein Wochenende oder die Ferien zu besuchen.

Die Weihnachtsferien haben wir in Ostwestfalen bei unserer Familie verbracht, die Kinder noch etwas länger als wir, aber neben ein paar kinderfreien Tagen, gab es in der Wohnung noch das ein oder andere zu tun. Da waren wir ganz dankbar, dass die Kinder gerne noch ein paar Tage länger bei Oma und Opa bleiben wollten.

Aber die letzten Ferientage haben wir hier genutzt, um in der neuen Umgebung etwas zu unternehmen. Mehr darüber in den nächsten Tagen.

Morgen geht die Schule wieder los, viel zu schnell finde ich. Ferien könnten immer ein kleines bisschen länger sein, denn ich liebe es, wenn es morgens ruhiger zugehen darf und man so viel gemeinsame Zeit hat. In der Schulzeit kommt so manches einfach zu kurz. Also hier keine Freudensprünge, wenn die Kinder wieder zur Schule müssen.

Andererseits bleibt mir dann Zeit, ein bisschen zu telefonieren, um die richtigen Gruppen und Vereine zu finden, in denen die Kinder aktiv sein möchten: Schwimmen und Pfadfinder stehen ganz weit oben auf der Wunschliste, damit wollen sie unbedingt weiter machen. Und ich? Ich würde so wahnsinnig gerne wieder im Chor singen - auch das will ich auf jeden Fall umsetzen.

Wie heißt es so schön: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" und in der Tat genieße ich diesen Zauber von mal zu mal mit mehr Bedacht.

Angekommen? Wir werden sehen..... 

Montag, 17. November 2014

Umziehen mit Kind und Kegel


Warum tut man sich das eigentlich an? Seinen gesamten Haustand in Kisten zu verpacken und dann mit Mann und Maus irgendwo anders seine Zelte aufzuschlagen?

Wir sind nun wirklich umzugserprobt: von Ostwestfalen in die Pfalz und dann in den Hohen Norden. Kulturschock immer gleich inklusive. So habe ich doch letztens selbst nach fast fünf Jahren hier im Norden auf "Moin" mit "Guten Morgen" geantwortet - und das am Nachmittag!! Mein Mann als waschechtes Nordlicht war darüber natürlich entsprechend amüsiert. Aber auch in der Pfalz hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten und fühlte mich teilweise wirklich wie ein Exot mit einer völlig anderen Muttersprache. Es dauerte einige Zeit, bis ich zumindest soweit war, zu verstehen. Meine Kinder haben den Dialekt schon teilweise übernommen, als wir nach vier Jahren unsere Zelte dort wieder abgebrochen haben.

Und nun ziehen wir wieder weiter. Noch nördlicher, Dänemark ist nun nicht mehr weit und wird künftig von uns erobert. Von den Besonderheiten Südjütlands wird dann hier des Öfteren zu lesen sein, denn die dänische Grenze ist nur noch ca. 30 km von unserem neuen zu Hause entfernt. Auch an der Ostsee sind wir im Nullkommanichts!

Man merkt schon, ich freue mich sehr darauf, mich mal wieder in ein neues Abenteuer zu stürzen und auch die Kinder sind überraschenderweise Feuer und Flamme. Die hier genüpften Freundschaften trauert (im Moment!!) noch keiner von Beiden hinterher, wohl aber weil sie aus Erfahrung wissen, dass einer wirklichen Freundschaft die Entfernung nichts anhaben kann. Ich muss zugeben, da fällt es mir schon deutlich schwerer Abschied zu nehmen. Aber die ersten Besuche sind schon fest geplant, so dass ich mich in meinem neuen Zuhause darauf schon freuen kann und ich bin sicher, dass das Telefon schon das ein oder andere Mal herhalten muss, wenn mich dann doch das Heimweh plagt...

Wenn ich hier so sitze und schreibe, dann ist plötzlich alles ganz leicht, wenn ich aber auf dem Dachboden stehe und versuche unsere Habseligkeiten in die Kategorien
  • Behalten
  • Verschenken
  • Verkaufen
einzuteilen, dann fühle ich mich oft leicht ratlos. Wir haben in der neuen Wohnung keinen Dachboden, keinen Keller. Meine Freundin meinte gleich: "Du wirst sehen, das ist ein Segen!", doch ein kleiner Restzweifel bleibt. Momentan ist nämlich unser halber Haushalt auf dem 50 m² großen Speicher untergebracht. Spiele, Stoffe, Bücher machen rund 90% unseres Dachbodenbestandes aus und bringen mich an den Rand der Verzweiflung. Ebay ist gerade mein bester Freund!

Das gleiche Szenario findet natürlich auch in der Wohnung statt, nur mit Tochter/Sohn/Ehemann, die jedes Teil, das ich auf den Verschenken oder Verkaufen Stapel legen will, vehemennt verteidigen. "DAS willst du doch wohl nicht weggeben. Das BRAUCHE ich noch!"
"Aha, und WOFÜR?!"
[An dieser Stelle folgt eine meist fadenscheinige Begründung]
"Seltsam, dass es bereits seit unserem Einzug vor knapp 5 Jahren, unbenutzt in der Ecke liegt."
[Jetzt kommt der Hinweis auf den hohen, unbezahlbaren Emotionalen bzw. Erinnerungswert]
"Ist ja gut", gebe ich mich geschlagen und packe es in den Karton. Minuten später landet es natürlich doch wieder auf dem Verschenken/Verkaufen Stapel, ganz unten versteckt unter ein paar anderen Sachen versteht sich.

Es mag hart erscheinen, aber solche Gegenstände hat noch NIE jemand wirklich vermisst, wenn wir den Umzug hinter uns gebracht haben. Und es sind im Laufe der Jahre einige Achsowichtige Sachen "verschwunden". Würde ich das alles aufbewahren, dann könnten in unserer Wohnung keinen Fuß mehr vor den anderen setzen vor lauter "Erinnerungsstücken".

In gut vier Wochen wird es Ernst und mir ist ganz schön mulmig. Wird alles klappen? Haben wir an alles gedacht?  Und dann sehe ich mich mit meiner Patchworkhäkeldecke (mein Momentanes Umzugsstress-Ablenkungs-Projekt), die dann fertig sein wird vor unserem neuen Ofen gekuschelt liegen und weiß: Alles wird gut!