Donnerstag, 23. Oktober 2014

[England] Life Science Centre

Wir beteiligen die Kinder weistgehend an der Urlaubsvorbereitung: Wohin es geht und auch was wir vor Ort unternehmen möchten. Bei dem Life Science Center war für die Kinder sofort klar, dass wir das auf jeden Fall besuchen wollen. Die Karten gibt es vorab im Internet zu bestellen, so dass wir dieses Vorhaben sofort fix gemacht haben.

Wir fahren also am Vormittag hin, gleich als das Museum öffnet. Es ist etwas schwierig einen Parkplatz zu finden, wir landen zunächst versehentlich auf einem Mitarbeiter-Parkplatz der Bahn. Ein netter Mann dort, weist uns darauf hin und erklärt uns praktischerweise, welches das für uns günstigste Parkhaus ist. 

Wenige Minuten später haben wir unser Auto geparkt und stehen vor dem Gebäude, dass schon von Außen mit seinen bunten Farben Lust darauf macht, entdeckt zu werden.
Der Innenbereich ist offen und einladend. Das Museum ist in mehrere Bereiche eingeteilt. Meine Kinder stürmen gleich auf die Experimente zu. In diesem Bereich heißt es ausprobieren, spielen, machen! Für die Kinder immer das Beste, finde ich! Hier gibt es beispielsweise eine Wärmebildkamera, die sich direkt hinter einen großen Eiswand befindet. Die Kinder sind fasziniert und kaum hier weg zu kommen. Hände, Arme, sogar der Kopf werden immer wieder an die Eiswand gedrückt, um zu sehen, wie sich daraufhin das Bild auf der Kamera verändert. Außerdem kann man hier versuchen Kugeln und Scheiben auf eine rotierende Drehscheibe zu bringen, ohne dass sie gleich wieder runter geschossen werden. Wie kann man mit Magneten eine Leine machen, ohne dass sie auseinanderbricht, oder wie macht man Musik mit unterschiedlichen Inputs (Klötzen). Es gibt hier noch viel mehr zu entdecken. Das allerdings müssen wir erst mal zurückstellen, denn in diesem Moment startet bereits das Theater, das wir uns unbedingt ansehen möchten.


Am Eingang werden unsere Eintrittskarten abgestempelt, denn man darf das Theater nur einmal besuchen.

Sommer, Sonne, Strand und Meer, darum geht es an diesem Tag im Theater. Eine nette Mitarbeiterin erklärt den Kindern anhand von praktischen Experimenten, warum man sich eincremen muss, was mit aufblasbaren Wassertieren passiert, wenn sie zu lange in der Sonne liegen und vieles mehr. Obwohl Finja kein Englisch versteht, sind die Experimente hier aber so selbsterklärend, dass wir nur selten übersetzen müssen. Ungefähr eine halbe Stunde dauert die Vorführung. 

Im Anschluss stellen wir uns gleich beim Planetarium an, wo die nächste Aufführung nur wenige Minuten später anfängt. Hier wird ein Film an der Kuppel gezeigt, in der es um die nächste Mondexpedition geht. Finja und Torben sind von diesem wissenschaftlichen Thema begeistert, mir ist es zugegebenermaßen etwas zu trocken. Hier hätte ich mir lieber den Sternenhimmel angesehen, aber das holen wir demnächst vielleicht mal in Hamburg nach.
Als wir hier wieder raus kommen, legen wir eine kleine Pause in der Cafeteria des Museums ein und sind positiv überrascht: Die Preise sind hier nicht nur familienfreundlich, sie sind sogar noch wirklich günstig und, was mir besonders positiv auffällt, auf eine gesunde Ernährung ausgelegt. Es gibt Obst und Gemüse, Joghurt und Salate. 

Nach dieser kleinen Stärkung gehen wir weiter durch die Geschichte des Menschen. Hier erfahren die Kinder alles über Zellen, vergleichen in einem Quiz die Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen und machen sich auf eine kleine Reise durch die Entstehung des Menschen. Dazu gehört die Gehirnentwicklung und auch die Veränderung des Körperbaus. 


In der nächsten Ebene ist die DNS Thema. Dieser Bereich richtet sich deutlich an ältere Kinder (eher Jugendliche) und Erwachsene. Wie ist die DNS aufgebaut, welche Aufgaben hat sie etc. Dieser Bereich geht im Anschluss an das Thema Gesundheit über: Krebs und andere Erkrankungen werden thematisiert, genauso wie Organspende. Betroffene kommen zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen. 

Danach befinden wir uns schon am Eingang zu den Körperwelten. Bisher war ich immer der Meinung, dass ich das „nicht sehen muss“. In Hamburg ist diese Ausstellung momentan auch zu Gast, aber ich wäre wohl nicht auf die Idee gekommen, mir Karten dafür zu kaufen. Nun aber waren wir schon mal hier und dann wollte ich doch mal reinschauen. Den Kindern haben wir erklärt worum es dabei geht und ihnen freigestellt, ob sie sich das ansehen möchten oder lieber nicht. Doch beide wollten erst mal einen Blick riskieren und dann entscheiden. Also sind wir zusammen mit den Kindern in die Ausstellung gegangen. Ich denke, wobei es sich bei den Körperwelten handelt ist bekannt, falls nicht hier die kurze Erklärung: Leichen  sind entsprechend präpariert worden, um sie hier ausstellen zu können. Man sieht allerdings nur noch die Muskeln und teils die Knochen der Menschen. Auch die einzelnen Organe werden gezeigt, ebenso ihre einzelnen Erkrankungen können angesehen werden. Auf einem Bildschirm ist die Entstehung von Krebszellen erklärt und gezeigt. Überhaupt ist die Gesundheit ein großes Thema der Ausstellung. Ernährung, Bewegung und Erkrankungen (wie ihre Prävention) bekommen hier einen großen Stellenwert. Torben verlässt die Ausstellung ungefähr nach der Hälfte, Finja bleibt bis zum Schluss. Der Bereich mit den Embryonen und Föten hat mir zugesetzt muss ich gestehen, allerdings befindet sich dieser Bereich am Ende der Ausstellung, so dass ich dann aber auch froh bin, sie hinter mir zu haben.  

Den Abschluss bildet ein Ernährungsvergleich von Familien aus verschiedenen Ländern. Was geben Familien in Kanada, USA, Indien etc. in der Woche für Ernährung aus und welche Lebensmittel und Getränke werden im Einzelnen konsumiert. Auch im Stern (http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung-so-isst-die-welt-550257.html) kann man sich diese Bildstrecke ansehen. Finde ich absolut sehenswert und aufschlussreich.
Das Highlight ist für uns das 4D-Kino!! Wir gehen auf eine Achterbahnfahrt durch den Dschungel! In einer Achterbahn, die es in dieser Form wohl nicht geben würde (da viel zu wackelig!!), fahren wir vorbei an lianenschwingenden Affen, faulen Nilpferden und hungrigen Krokodilen. Unsere Bänke bewegen sich und natürlich dürfen auch die obligatorischen Wasserspritzer nicht fehlen. Obwohl klar ist, dass wir in einem Kino sind, vergessen wir das fast völlig während der „Fahrt“. Ein tolles Erlebnis!

Witzig ist die kleine Sonderausstellung in der oberen Etage. Hier werden die Gegenstände gezeigt, die von Lehrern diverser englischer Schulen im Laufe der letzten 20-25 Jahre einkassiert wurden. Gameboy, Comics, Bomben, kleine Briefchen, Spukrohre (wie habe ich sie gehasst!!), und weitere unzählige Kleinigkeiten hängen hier hinter den Vitrinen. Einige sind noch bekannte Relikte aus unserer eigenen Schulzeit, andere fallen eher in Torben Ressort. Einige werden vielleicht auch meine Kinder schon mal abgeben haben. Ich selbst war in meiner Schulzeit eine eifrige Briefchen-Schreiberin, habe aber glücklicherweise nie einen der Zettel herausgeben müssen. Im Obergeschoss befindet sich übrigens auch noch ein sehr großer Spielbereich für Kleinkinder. Unsere sind dafür aber schon zu alt, daher lassen wir dieses Angebot aus. 

Gegen Ende unseres Besuches landen wir nochmals in dem Experimentier-Bereich, wo die Kinder etwa noch eine weitere Stunde damit verbringen, auszuprobieren und zu spielen. Mama und Tochter und Papa und Sohn sind hier gemeinsam unterwegs, weil beide Kinder andere Stationen interessieren.

Es ist bereits später nachmittag, als wir das Life Science Center wieder verlassen. Wir haben hier tatsächlich mehr als 6 Stunden verbracht. Daran erkennt man schon, wie viel es hier zu entdecken gibt. 

Für die Kinder war das LIFE eines der Urlaubshighlights. Und auch wir finden das Angebot sehr gut durchdacht und interessant umgesetzt. 

LIFE – Science Center at a glance:
  •  Eintrittskarten können bereits zu Hause ausgedruckt warden
  •  Verpflegung muss nicht mitgenommen werden, weil das vor Ort sehr günstig erhältlich ist
  • Fotografieren ist erlaubt (Ausnahme: Körperwelten)
  • Schon zu Beginn auf die Startzeiten bei Planetarium, Kino und Theater achten und fest einplanen, da man das sonst schnell verpassen kann.
Adresse: 

Centre for Life
Times Square
Newcastle upon Tyne
NE1 4EP
Tyne & Wear

Öffnungszeiten:

Mo-Mi: 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Do: 10:00 Uhr - 20:00 Uhr
Fr-Sa: 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
So: 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Eintrittspreise: 

Familienticket (2 Erwachsene und 2 Kinder oder 1 Erwachsender und 3 Kinder): £29.50
Erwachsene (ab 18 J.): £12.00
Kinder (2-17 J.): £7.50
Ermäßigt (Studenten, Behinderte): £9.50
Kinder unter 2 Jahren: frei

Montag, 29. September 2014

[Scotland] The Royal Yacht Britannia

Zu Hause habe ich bereits von der Britannia gelesen, aber so wirklich vom Hocker gehauen hat mich die Beschreibung ehrlich gesagt nicht. Das ist der Grund, warum ein Besuch dort für uns auch nicht in Betracht kam. Selbst Kevin, der eigentlich für jede Schiffsbesichtigung zu haben ist, war nicht überzeugt davon, dass sich ein Besuch auf der Britannia lohnen würde. Also schaffte es das Schiff nicht in unsere Planung. Zunächst.

Unser Hotel in Edinburgh lag nun aber direkt gegenüber und irgendwie wurden wir dann doch neugierig. Ich war zuerst davon überzeugt, dass wir das Schiff besuchen sollten (nachdem ich im Hotel einen Flyer mitgenommen habe), die Kinder konnte ich sofort begeistern und auch Kevin ließ sich dann breitschlagen, eine Familienkarte zu kaufen. Ich denke, der hohe Preis hat ihn etwas abgeschreckt, denn für eine Familienkarte bezahlt man umgerechnet ca. 46,- €. Doch das hat sich mehr als gelohnt, finde ich.

Der Zugang zu dem Schiff ist etwas ungewöhnlich und anders als erwartet, denn der Eingang befindet sich mitten in einem Einkaufscenter.

Vom 2. Obergeschoss aus gelangt man zum Ticketshop. Zunächst dachte ich, dass man dort nur die Tickets kauft und dann von außen auf das Schiff gelangt, aber so war es dann doch nicht. Zunächst laufen wir durch ein paar Gänge, in denen Bilder des Schiffes und seiner Besucher ausgestellt sind. Auch das große Steuerrad kann man in diesen Räumen schon einmal bewundern. Am Ende des Ganges stehen zwei freundliche Mitarbeiter, die uns einen Audioguide in die Hand geben (hier sind mehrere Sprachen verfügbar!).

Über ein Treppenhaus gelangen wir dann auf das Schiff. Sobald man ein Deck höher oder tiefer wechseln will, muss man immer wieder durch das Treppenhaus. Interessant gelöst, finde ich. Die Tour startet auf dem oberen Deck und von dort aus arbeitet man sich nach unten vor. Man wird aber durch den Audioguide richtig durch das Schiff geführt, so dass man am Schluss alles gesehen hat.

Doch bevor wir euch auf den Schiffsrundgang mitnehmen, ein paar Worte zum Schiff selbst:

Die Britannia war 44 Jahre lang das Aushängeschild des Britischen Commonwealth und hat die königliche Familie sicher über die Weltmeere gefahren. Während ihrer langen Karriere hat sie Monarchen, Präsidenten und andere Staatsoberhäupter an Board begrüßt. 1997 ist sie dann in den Ruhestand geschickt worden und dient seitdem Besuchern aus aller Welt als schwimmendes Museum.

Wir beginnen unseren Rundgang auf dem Schiff auf der Kapitänsbrücke. Hier dürfen wir selbst mal auf dem Stuhl des Kapitäns Platz nehmen. Torben als Kapitän? Warum nicht. Immerhin ist er der Ur-Enkel eines eingefleischten Matrosen und Seemannes!


 Aber bevor wir Zukunftspläne schmieden, führt uns der Audio-Guide schon weiter das Schiff entlang. Ich muss dazu sagen, ich bin nicht wirklich ein Freund von Audio-Guides. Oft beginnen sie schon nach wenigen Minuten, mich zu langweilen. Ich habe lieber ein Guidebook dabei und lese mir die Informationen zu den einzelnen Stationen lieber selbst an. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme, denn der Audio-Guide ist wirklich gut gemacht, zum einen, weil er sich auf die wichtigsten Informationen beschränkt und nicht zu ausschweifend ist, zum anderen, weil immer wieder kleine Anekdoten erzählt werden, die das Zuhören spannend und abwechslungsreich machen. Hier höre ich wirklich gerne zu, wie uns die Stimme von einer Station zur anderen leitet. Den Kindern geht es übrigens wie mir, sie lauschen dem Sprecher gebannt und sind auch wirklich interessiert an dem, was er zu erzählen hat.

Hier stehen wir gerade vor dem Royce Rolls der Queen, der auf früheren Reisen immer dabei war, damit die Queen an Land standesgemäß gefahren werden konnte. Da es aber sehr aufwendig war, das Auto immer wieder auf das Schiff rauf und runter zu bekommen, ist man irgendwann dazu übergegangen, vor Ort ein Auto zu mieten.

Bloodhound ist das Segelschiff der Royal Family. Man kann es nur von oben bestaunen, aber nicht selbst besichtigen. Stattdessen gibt es im Schiff einen eigenen Raum, in dem man Bilder und Videos des Segelschiffes im Einsatz sehen kann und weitere Informationen dazu bekommt. 


Das Highlight der Tour sind natürlich die Privaträume der königlichen Familie und insbesondere der Queen. Den Beginn macht hier das Sonnendeck. Vor Jahren haben hier William und Harry im Plantschbecken gespielt. Heute stehen wir hier. Schon ein komisches Gefühl. Ja, ich muss zugeben, ich habe eine Schwäche für das britische Königshaus, wahrscheinlich bin ich deshalb etwas melancholisch, wenn ich hier stehe ;-)


Eine nette Dame von der Crew macht ein Foto von uns vor diesem Kompass, der von dem Schiff Victora and Albert III stammt und vor dem auch schon die königliche Familie oder auch Charles mit seinen Söhnen William und Harry schon posiert hat. Die Queen selbst hat darauf bestanden, dass der Kompass auf die Britannia übernommen werden soll.

 Bis 1970 war es üblich, dass die Matrosen täglich ein Glas Rum aus diesem Fass bekamen. Auch eine Methode, die Mannschaft bei Laune zu halten...
Überall an Board hängen Familienbilder aus allen Jahrzehnten. Selbst Diana hängt im Speiseraum der Familie noch an der Wand, was mich ehrlich gesagt etwas überrascht hat. Es macht Spaß, die vielen alten Fotografien anzusehen, während ich der Stimme des Audioguides lausche. Der Speiseraum ist luxeriös und beherbergt auch Andenken der Familie.

Noch luxuriöser allerdings ist der State Dining Room, in dem schon zahlreiche wichtige Leute diniert haben. Nelsen Mandela und Bill Clinton sind nur zwei davon. Ein seltsames Gefühl hier zu stehen und wieder einmal wünsche ich mir Hermines Zeitumkehrer, den ich einfach ein paar Mal drehe und dann inmitten der Persönlichkeiten dieser Welt zu Abend essen kann.
Über was sie sich wohl an so einem Tisch unterhalten? Geht das lustig zu oder dominieren auch hier politische Probleme? Oder unterhalten sie sich ganz small talk like über Familie, Alltag und das Wetter? Wie auch immer, der Raum strahlt eine sehr eindrucksvolle Atmosphäre aus, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass hier tatsächlich der Tisch penibel gedeckt ist (die Abstände werden mit einem Lineal kontrolliert). Es wirkt so, als würden jeden Moment Gäste erwartet werden.


Genauso elegant geht es weiter, im Wohnzimmer der Queen. Es wurde genau nach den Wünschen der Queen eingerichtet. Ich liebe das Sofa!! Auf dem kleinen Tisch in der vorderen Ecke des Raumes liegen ein Puzzle und ein Gesellschaftsspiel, auf den Tischen liegen Zeitschriften und Getränke bereit. Es wirkt so normal, als hätten hier bis vor ein paar Minuten noch Gäste gesessen und hätten einen langen Tag auf See hier gemütlich ausklingen lassen. Die Blumen im Hintergrund sind natürlich frisch, wie alle Blumenarrangements auf dem Schiff.


Interessanterweise gibt es auf dem Schiff nur ein einziges Doppelbett, und zwar im Honeymoon-Zimmer. Hier haben Charles und Diana einst ihre Flitterwochen verbracht. Flitterwochen auf so einem Schiff stelle ich mir sehr romantisch vor. Leider stand die Ehe dennoch nicht unter einem guten Stern. Luxus ist eben doch nicht alles.

Die Queen und Prinz Phillipp schlafen hier, wie alle anderen Familienmitglieder und Gäste allein. Das interessante dabei aber ist, wie unterschiedlich die beiden Schlafzimmer eingerichtet sind. Sowohl die Queen und auch der Prinz waren in ihrer Entscheidung über die Ausstattung des Zimmers völlig frei und so hat jedes seinen ganz eigenen Charme. Es ist doch interessant zu sehen, was dabei heraus kommt, wenn keiner einen Kompromiss eingehen muss und ich frage mich, wie unterschiedlich mein Mann und ich unsere Schlafzimmer einrichten würden, wenn wir völlig freie Hand hätten... Doch zurück zum Schlafzimmer der Queen. Ich würde da sofort einziehen: Wunderschöne Stoffe mit traumhaften Mustern, Rüschen, und einen gehörigen Touch Romantik, das zeichnet das Schlafzimmer der Queen aus. Ganz anders dagegen ist es bei Phillipp, hier dominieren dunkle Holztöne und klare Linien. Alles wirkt sehr maskulin und gradlinig.



Genauso gestaltet es sich auch in den Arbeitszimmern. Bei Phillip nimmt die Nautik den Raum ein. Überall gibt es Karten, Bilder von Schiffen und ähnliches, während bei Elizabeth der Stil eben typisch "britisch" ist, mit Blumen und einem schönen Schreibtisch.


Wir verlassen jetzt den Bereich der königlichen Familie und setzen unseren Rundgang durch die Schlaf-,  Aufenthalts-, und Arbeitsräume der Besatzung fort. Hier ist es gleich weniger luxuriös, aber je nach Dienstrang, nicht minder gemütlich. Zwar ist nicht viel Platz zum Schlafen vorgesehen, aber die Bars und Aufenthaltsräume sind dennoch schön gestaltet, so dass man hier nach einem anstrengenden Arbeitstag sicher gut entspannen kann bei einem Bier oder beim Kartenspielen. Das Bier in Finjas Hand ist übrigens nicht echt ;-) ...


Zwischendurch eine kleine Stärkung gefällig? An einem kleinen Kiosk gibt es liebevoll selbstgemachte Süßwaren aus der Schiffskombüse. Nougat und Schokolade, Kekse und noch viel mehr. Sogar probieren dürfen wir hier nach Herzenslust und ich kann mich nur schwer zurückhalten, nicht den gesamten Laden leerzukaufen. Aber wir beschränken uns auf eine kleine, aber exquisite Auswahl an Nougat-Spezialitäten.
Der Rundgang führte uns immer wieder über das Treppenhaus hinab zu den einzelnen Decks. Jetzt sind wir im Erdgeschoss angekommen, wir haben die Wäscherei gesehen, die Poststube. Sogar eine Krankenstation gibt es hier mit Platz für zwei Patienten. Aber auch einen voll ausgestattenten Zahnarztstuhl sowie einen einsatzbereiten Operationsraum. Es waren immer Ärzte mit an Board, wenn die Britannia unterwegs war. Ursprünglich war die Britannia auch als Krankenhausschiff gedacht und tatsächlich haben




Bevor die Tour für uns im Maschinenraum weitergeht, werfen wir noch einen Blick auf den offiziellen Eingang zum Schiff, den Besucher heute nehmen. Auf dem Schiff finden auch heute noch Empfänge statt und auch Unternehmen können die Räume für Empfänge buchen. Dieser Bereich ist aber leider abgesperrt, so dass wir wirklich nur von Weitem schauen können.


Die Maschinenräume sind ganz anders als erwartet, so strahlend weiß und sauber. Einen Maschinenraum stelle ich mir rußig und schmutzig vor. Selbst in Zeiten, als die Britannia auf dem Meer unterwegs war, soll es dort so ausgesehen haben, zumindest, wenn ich der Stimme meines Audioguides glauben darf. Die Reinheit des Schiffes macht also auch vor diesen Räumen nicht halt: Das Schiff wird jeden Tag abgestaubt und gründlich gereinigt, denn es soll seinen königlichen Standart auch als Museumsschiff beibehalten.

Wir verlassen das Schiff wieder über das Treppenhaus und gelangen am Ausgang noch durch den Souvenir Shop. Hier gibt es schöne Andenken zu überraschend günstigen Preisen. Hier kann man gut und gerne nochmal eine halbe Stunde zum Stöbern einplanen!

Fazit:

Die Britannia ist laut Trip Advisor Britanniens Top Attraktion und das zu Recht. Für mich war die Britannia am Ende unserer Reise auf Platz 2. Man kann für das Schiff mehrere Stunden einplanen, durch den Audioguide wird man so durch das Schiff geführt, dass man tatsächlich Alles gesehen hat. Dennoch hat man durch immer wieder neue Aktivierung des Audioguides genug Zeit, sich hier und da länger aufzuhalten. Mir gefiel besonders gut, dass die Kinder immer wieder Möglichkeiten hatten, Dinge auszuprobieren. Von den Räumen der Queen selbst mal abgesehen, durften Sessel und Sofa ausprobiert und Kapitänsmützen aufgesetzt werden. Anfassen war also erlaubt, was ich, gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, immer besonders wichtig finde. Nichts ist schlimmer, als wenn alle Exponate hinter Glas versteckt sind und es keine Möglichkeiten für Kinder gibt, das Thema selbst zu "erleben". Auch der Audioguide ist so gestaltet, dass die Kinder bis zum Ende gespannt zugehört haben. Ich bin froh, dass wir uns letztendlich doch dafür entschieden haben, die Britannia zu besuchen und habe mich nach unserem Besuch gefragt, wie wir das überhaupt bezweifeln konnten. Der Eintrittspreis ist angemessen und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Britannia at a glance: 
  • Fotografieren ist auf dem gesamten Schiff erlaubt
  • gleich zur Öffnung da sein, dann hat man auch in der Hauptsaison noch gut Gelegenheit sich in aller Ruhe umzusehen - es wird im Laufe des Tages ganz schön voll
  • auf dem Deck gibt es ein kleines Café, in dem man stilecht mit Tee, Kaffee und Gebäck  eine kleine royale Pause machen kann
  • unbedingt das Guide-Book aus dem Gift Shop mitnehmen, es enthält viele weiterführende Informationen, eine übersichtliche Innenansicht des Schiffes und zahlreiche Fotos des Schiffes und der königlichen Familie (nur in Englisch erhältlich)
  • Karten gibt es auch vorab online zu bestellen (spart gerade in der Hauptsaison lange Wartezeiten an der Kasse)

Adresse: 

The Royal Yacht Britannia, Ocean Terminal, Leith, Edinburgh EH6 6JJ, Scotland

Öffnungszeiten: 

Die Öffnungszeiten variieren nach Saison. In den Sommermonaten (Juli, August, September) ist die Britannia von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Für die übrigen Monate empfiehlt es sich, auf die Angaben der Website zu achten.

Eintrittspreise 2014:

Erwachsene: £12.75
Kinder (ab 5 Jahren): £7.75
Familien:  £36.50

Weitere Ermäßigungen findet ihr auf der Website (Link siehe Öffnungszeiten).

Montag, 22. September 2014

[Scotland] Mary King's Close

Endlich geht es an dieser Stelle weiter mit unseren Schottland-Erlebnissen. Ich war zwischenzeitlich im Krankenhaus und irgendwie hat meine Genesung doch länger gedauert, als ich zunächst angenommen habe. Aber jetzt bin ich wieder fit und kann euch mehr von den Ausflugsmöglichkeiten in und um Edinburgh erzählen. 

Mary King's Close hatte ich so gar nicht auf dem Zettel. Erst vor Ort habe ich davon erfahren und kurzentschlossen buchten wir uns eine Zeit für den späten Abend. Gegen 21:00 Uhr ist dort die letzte Führung und das war zeitlich genau passend für uns, denn unsere Tage waren schon verplant.

Wir waren nur zu zweit dort, die Kinder hatten nach diesem anstrengenden Tag mit Parlament, Castle und Weaving Mill keine Lust mehr und sind stattdessen lieber erschöpft in ihre Betten gefallen.

Ich muss ehrlich sagen, ich freue mich auch, dass wir diesen Abend die Gelegenheit hatten, mal alleine unterwegs zu sein. Abends ist die Stimmung in der Stadt eine ganz andere wie am Tage.


Die Straßen sind jedoch auch um diese Zeit noch voller Leben.

Mary King's Close liegt direkt an der Royal Mile und ist über eine kleine Gasse zwischen den Häusern zu erreichen.

Wir sind etwas früh dran, daher nutzen wir die Zeit, noch etwas in dem kleinen Souvenierlädchen zu stöbern. Es gibt sehr schöne Sachen hier, auch solche, die von den 0815-Dingen in den anderen Shops abweichen. Ich liebe Souveniershopping, sehr zum Leidwesen meines Mannes ;-)

Dann geht es los! Wir werden von Walter King, ein Bewohner aus Mary King's Close aus dem Jahre 1650, abgeholt. Seine Job: Häuser, die von der Pest heimgesucht wurden, zu reinigen! Es gibt auch noch andere Charaktere für die Führungen, beispielsweise Mary King's Tochter, die Magd, ein Kaufmann und andere. Angelehnt an die einstigen Bewohner der Gasse und immer in historischen Kostümen.

Es ranken sich viele Geschichten und Mythen um Mary King's Close, einer kleinen Gasse, die heute unter der Stadt liegt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie einfach überbaut, so dass sie heute unterirdisch liegt. 

Unser Guide begleitet uns in diese kleine Gasse, stellt uns ihre ehemaligen Bewohner vor und entführt uns in die Zeit von Pest, Gestank und Elend. Als wir Mary King's Close betreten, sehen wir eine lange Gasse, die steil hinab führt. An der Decke hängt Wäsche und es wirkt, als wäre dieser Ort eben erst verlassen worden.

Wie verzweigt und verwinkelt dieses unterirdische System ist, sehen wir erst im Laufe der Führung, die uns durch insgesamt 14 Räume führt. Jeder Raum hat ein anderes Thema und ist ein Spiegel seiner Zeit. Wir legen unter der Erde eine Zeitreise von mehreren Jahren, sogar Jahrhunderten zurück, die uns ein Edinburgh zeigen, das wir glücklicherweise nicht miterleben mussten. Eine Mutter mit Baby im Arm, die grippales Fieber hat, so wie sich die Pest normalerweise ankündigt. Was für ein Gefühl muss das sein, zu wissen, dass man bald sterben muss? Diese Szene geht mir nahe, wohl eher weil ich selbst Mutter bin, als dass es sehr gruselig dargestellt ist. Nein, gruselig ist es wirklich nicht, eher erschreckend. Der Rundgang ist eher als historisches Abbild einer gruseligen Zeit zu sehen, aber auf billige Erschrecker-Szenarien wurde hier verzichtet. Es ist also kein Vergleich mit dem Dungeon oder ähnlichen Attraktionen.

Berührt hat mich auch Annies Raum, ein kleiner Raum, der mit Spielzeug überladen ist. Aus aller Welt bringen die Menschen hier Spielsachen und Kuscheltiere für Annie, ein kleines Mädchen, dass hier angeblich spukt (in Schottland gibt es kein Gebäude, in dem es nicht spukt). Annies Geist wurde vor ein par Jahren von einem japanischen Medium während Filmarbeiten entdeckt. Sie ist auf der Suche nach ihren Eltern, die sie hier zurückgelassen haben, denn Annie hatte die Pest und wurde hier von ihrer Mutter abgelegt, um die Verwandten zu schützen. Dabei hat sie auch ihre Lieblingspuppe verloren. Aiko Gino, das Medium, welches mit Annie Kontakt aufgenommen hat, besorgte eine Puppe, und das Mädchen verschwand. Und so kam es, dass Menschen immer wieder Geschenke für Annie hier lassen. Der Guide sagte uns, dass sie das Spielzeug immer wieder aussortieren und an Kinderheime und ähnliche Institutionen weitergeben.

Aber Annie ist nur eine von vielen Stationen. Man sieht einen Pestarzt bei der Arbeit, oder auch ein Verbrechen aus dem Jahre 1535, das historisch belegt ist, wie alle hier vorgestellten Szenen (Annie mal ausgenommen). Der bekannte Kaufmann Alexander Cant wird von seiner Schwiegermutter Alison erschlagen, weil er die vereinbarte Mitgift nicht zahlen wollte. Katherine, die Tochter kommt dazu und letztendlich werden beide verhaftet und zum Tode verurteilt. Katherine kann jedoch flüchten. Auch Alison unternimmt einen Fluchtversuch, doch sie wird aufgefunden und hingerichtet. Die Geschichte geht aber zweifelsfrei noch weiter, denn Alison sorgt auch nach ihrem Tod noch für jede Menge Ärger und auch Katherine kehrt Jahre später nochmal nach Edinburgh zurück. Aber wenn ihre die ganze Geschichte von Alison und Katherine hören wollt, dann müsst ihr die Close selbst besuchen - ich will ja nicht alles verraten ;-)

Die soziale Ordnung spielte sich auch zu der Zeit in der Wahl der Wohnung wieder. Zwei Mal am Tag wurden die Fenster geöffnet und Unrat auf die Straße gekippt (man sollte sich dann nach Möglichkeit besser nicht dort aufhalten *urks*). So ist es nicht verwunderlich, dass diejenigen, die es sich leisten konnten, möglichst weit oben in den jeweiligen Gebäuden wohnten, während die ärmeren Menschen direkt den Gestank der Straße in der Nase hatten, weil sie im Erd- oder sogar Untergeschoss zu Hause waren. Ein Hoch auf die Kanalisation!!!

Wer an Pest erkrankt war, hängte ein Tuch aus dem Fenster, hier in Mary King's Close hängen einige Tücher aus den Fenstern und ich frage mich, welche Schicksale sich hinter den Fenstern verbergen. Wie viele Familien wurden durch die Pest ausgelöscht, wie viele Kinder zu Waisen? Wie viele Eltern verloren ihre Kinder? Die Pest als eine der schlimmsten Katastrophen überhaupt. Medizinisches Unwissen gepaart mit desolaten Hygienischen Bedingungen machten es dem Tod leicht, sich halb Europa zu holen.

Mary King's Close mit Kindern?

Die Betreiber selbst empfehlen den Besuch erst ab 5 Jahren. Ich würde aber ehrlich gesagt nicht mit so kleinen Kindern dorthin gehen, weil die ungewohnte Umgebung die Kinder erschrecken könnte. Finja mit ihren 9 Jahren hätte ich hingegen schon mitgenommen. Die Führung ist nicht gruselig oder erschreckend. Ich denke, es liegt im Ermessen der Eltern, ab wann sie ihre Kinder mit auf so eine Tour nehmen. Man muss bedenken, dass ein vorzeitiges Verlassen der Tour nicht vorgesehen ist, die Kinder also die gesamte Dauer (45  Minuten) durchhalten können sollten, sowohl in Hinblick auf die Ausdauer für solche Touren als auch von der Erfahrung selbst her.


Fazit: 
Wer Edinburgh einmal von einer ganz anderen Seite erleben will und mehr über das historische Edinburgh erfahren möchte, sollte sich die Tour nicht entgehen lassen!

Mary King's Close at a glance
  • die Karten besser online oder früher am Tag vor Ort reservieren um sich lange Wartezeiten zu ersparen - teilweise gibt es für den jeweiligen Tag schon gar keine Karten mehr, da die Touren sehr begehrt und daher schnell ausgebucht sind
  • festes Schuhwerk ist von Vorteil
  • fotografieren ist nicht erlaubt
  • für fremdsprachige Besucher gibt es Audioguides, allerdings sind die Tourguides sehr gut zu verstehen, dass man darauf verzichten kann, wenn man der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist (das macht die Führung nämlich auch spannender, als wenn man so ein Gerät am Ohr hat)
Adresse:

Mary King's Close
2 Warriston's Close
The Royal Mile
Edinburgh, EH1 1PG

Öffnungszeiten:

Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison.
In den Sommermonaten März-Oktober gelten folgende Zeiten: Mo-So: 10:00 - 21:00 Uhr
Zu den Öffnungszeiten während der Wintermonate bitte hier entlang

Eintrittspreise: 

Erwachsene:  £ 13.25
Senioren (ab 60 J.): £ 11.75
Studenten mit gültigem Nachweis: £ 11.75
Kinder (5-15 Jahre): £ 7.75

Sonntag, 21. September 2014

[Und plötzlich bin ich in der Geschichte II] Die drei ??? und ich im Hotel der Diebe

Ich liebe Bücher und besonders jene, bei denen man alles um sich herum vergessen kann und direkt in andere Welten eintaucht. Gerne auch bin ich auf den Spuren von Büchern unterwegs, in Edinburgh haben wir erlebt, wie Harry Potter zum Leben erweckt wurde und auch in London haben wir unseren Gepäckwagen schon durch das Gleis 9 3/4 geschoben.

Doch dieses Mal war alles ganz anders....

Es war ein Freitag morgen, als ich mich in Hamburg in den Zug Richtung Frankfurt setzte. Alles war ganz normal, es sollte ein tolles Wochenende werden. Dieses Mal war ich ganz alleine unterwegs, ohne Familie und schon auf der Bahnfahrt habe ich die herrliche Ruhe genossen. Am Bahnhof traf ich auf Anja, gemeinsam mit einem weiteren Blogger wurden wir zum Hotel gefahren.

Als wir auf die Hoteleinfahrt bogen, kam mir das erste Mal der Gedanke, dass hier etwas anderes ist als sonst. Das Hotel - irgendwie kam es mir bekannt vor, doch ich schob den Gedanken schnell von mir, "Nein, das ist unmöglich - nicht mitten in Frankfurt...".

Wir checken erstmal ein, ich bekam ein wunderschönes Zimmer im 8. Stock, die Aussicht war einfach traumhaft! Es war das Erste, was mir aufgefallen ist (kein Wunder bei dem großen Panorama-Fenster) und kaum hatte ich meine Sachen abgelegt, öffnete ich das Fenster und konnte mich gar nicht daran sattsehen. Das dieser Ausblick noch getoppt werden würde, ahnte ich in diesem Moment noch nicht.

Ich breitete meine Schreibbücher, auf dem großzügigen Schreibtisch aus und biss in den Apfel, der auf dem Tisch für mich bereit lag. Glücklicherweise stand dort auch eine Flasche Wasser, denn von der langen Fahrt war ich ziemlich durstig. Erschöpft ließ ich mich einen Moment in das gemütliche Sofa fallen. Hier konnte man es definitiv gut aushalten. Im Nebenraum war das Bett untergebracht,  ein Bademantel und Schlappen lagen dort auf der Bettdecke und schon jetzt freute ich mich auf den nächsten Morgen, wenn ich eine Runde im Hotelpool schwimmen würde.

Heute war dazu leider keine Zeit mehr. Ich setzte mich aufs Sofa und wartete auf Anja, die mich abholen wollte. Gemeinsam mit den Anderen wollten wir uns auf der Terrasse treffen. Doch sie kam nicht. "Merkwürdig", dachte ich, schnappte meine Sachen, und wollte das Stockwerk zu ihr hochlaufen, um sie eben abzuholen und nachzuschauen, ob alles in Ordnung war.

"Eine Etage könne ich auch eben laufen, da muss ich nicht extra den Fahrstuhl rufen",dachte ich und drückte die Tür zum Treppenhaus auf. Doch als ich in der 9. Etage ankam, ließ sich die Tür nicht öffnen. "Seltsam", dachte ich und machte mich auf den Weg zurück zu meiner eigenen Etage. Doch hier das Gleiche, die Tür war verschlossen. "War ich nicht gerade noch durch die Tür hereingekommen? Was geht hier vor?" Ich beschloss, im Treppenhaus auf Anja zu warten, doch es rührte sich nichts. Irgendwo hörte ich eine Tür ins Schloss fahlen, aber Anja blieb verschwunden.

Neben der Tür hing ein Telefon, und einen Moment war ich versucht, die Rezeption anzurufen. Oder doch lieber runter ins Erdgeschoss laufen? Ich drückte nochmal gegen die Tür zu meiner Etage, plötzlich gab sie nach. Sehr mysteriös. Ich sollte später erfahren, was genau es damit auf sich hat.

Doch jetzt fuhr ich erstmal ins Erdgeschoss. Zu meiner großen Erleichterung saß Anja dort mit den anderen Gästen unserer Gruppe bereits auf der Couch. Ich setzte mich neben sie und auch ihr war etwas mysteriöses passiert, obwohl sie meine Etage gedrückt hatte, fuhr der Aufzug direkt ins Erdgeschoss. "Ja, das ist aus Sicherheitsgründen so, man kann immer nur in die eigene Etage, sowie ins Erdgeschoss oder in den Wellnessbereich/Garage fahren - das gleiche gilt für das Treppenhaus", hörte ich eine freundliche Stimme sagen. Die Dame streckte ihren Kopf hervor und lächelte uns an. Sie trägt ein Namensschild und gehört offensichtlich zum Hotel-Personal. "Monique Räker" las ich auf dem Schild. Irgendwie kommt mir der Name bekannt vor, doch woher nur?!

Ein junger, freundlicher Kellner kommt an unseren Tisch und bringt mir ein Glas Wasser. Viele Stimmen schwirren durcheinander, überall wird erzählt und die Stimmung ist gut. Alle freuen sich auf ein tolles Wochenende....
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Mir gegenüber sitzt ein Mann mit einer Baseball-Kappe. Er hat ein ganz eigenes, verschmitzes Lächeln und wirkt sehr sympatisch. "Mein Name ist Christoph Dittert", beginnt er, und ich bin Autor des Buches "Die drei ??? - Hotel der Diebe". Plötzlich wird mit alles klar, das Hotel, woher ich es kannte, und der Name Monique Räker - natürlich - Monika Riker, die Hotelangestellte, die Die drei ??? in dem Roman anheuert, den Hoteldieb ausfindig zu machen!

Aber ich befinde mich im Lindner Main Plaza, nicht im Derlin Hotel und neben uns fließt der Main und nicht der Los Angeles River, aber alles andere ist mehr als authentisch, wie ich nur wenige Minuten später erleben sollte...

Christoph Dittert nimmt uns mit auf einen Rundgang durch seinen Roman. Noch nie waren die Schauplätze so greifbar wie hier. Wir sind genau dort, wo Justus, Peter und Bob ihr Abenteuer erlebt haben! So sehr bin ich noch nie in ein Buch eingetaucht. Die Orte des Buches, die Geschichte mit dem Autor selbst nochmal erlebt, das ist wirklich etwas ganze Besonderes!

Gut gelaunt macht sich die Gruppe auf dem Weg in die Eingangshalle.Wir kommen vorbei an der großen Showküche, hier kann der Gast direkt sehen, wie aus frischen Zutaten leckere Gerichte gezaubert werden. Schon Die drei ??? haben sich hier für ihr Abenteuer gestärkt.

Doch bevor es hochgeht, wird das Geheimnis um den Lift gelüftet, warum gibt es auf der einen Seite zwei kleine Fahrstühle und auf der anderen einen sehr großen? Für mich war die Antwort eigentlich klar, so dass ich gar nicht weiter darüber nachdachte: Wahrscheinlich braucht das Servicepersonal einen großen Fahrstuhl für Essens- und Reinigungswagen. Aber so einfach ist es mit der Begründung dann doch nicht, vor allem nicht so harmlos, denn als das Gebäude geplant wurde, war eigentlich ein ganz anderer Verwendungszweck vorgesehen: Es sollte ein Altenheim werden. Ahnt ihr es schon? Der Fahrstuhl ist deshalb so groß, damit man darin Leichen liegend ins Erdgeschoss bringen kann. Es soll aber noch viel makaberer werden, wie ich auf meinem Rundgang noch erfahren sollte.

Unsere Gruppe teilte sich auf die Fahrstühle und wir fuhren nach oben, um uns die Zimmer des Hotels anzusehen. Mein eigenes Zimmer ist ja schon unbeschreiblich schön und großzügig, aber es gibt hier auch regelrecht Wohnungen, die auch als solche vermietet werden - und die toppen das Ganze nochmal. Hier gibt es auch kleine Küchennieschen und einen Ausblick auf die Frankfurter Skyline, die Seinesgleichen sucht. Dauerhaft im Hotel zu leben, das stelle ich mir durchaus praktisch vor, besonders, weil man alle Annehmlichkeiten des Hotels hat. Leider fehlt mir das nötige Kleingeld dazu. Aber es hat etwas, durchaus. Selbst ein Tatort Kommissar hat es sich hier schon einmal für einen längeren Zeitraum gemütlich gemacht. Und hier nochmal der Blick aus dem Zimmer, habe ich zu viel versprochen?


Nachdem wir etwas in Luxus schwelgen durften und sich ein Großteil der Besucher wahrscheinlich wie ich schon mal gedanklich dort eingezogen ist, geht unsere Führung durch das Hotel weiter, schließlich haben auch Die drei ??? ihre Zeit nicht nur auf dem Zimmer verbracht, obwohl, und dieser kleine Hinweis muss einfach erlaubt sein, es immer mehr Sinn macht, Projekte und Aufgaben ausgeruht anzugehen! Denn sonst gelangt man schnell auf Abwege. Erinnert Euch an meine Worte, wenn ihr das Buch in die Hand nehmt und ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen habt ;-)

Wir gelangen in den Maschinenraum, wo auch Justus, Peter und Bob einen ganz besonderen Mitarbeiter des Hotels kennenlernen. Von hier aus wird die Haustechnik gesteuert und ein Notstromaggregat sorgt dafür, dass die Gäste auch dann noch Licht und Fernsehen haben, wenn im Viertel der Strom ausfällt. Wir haben Glück, dass die Maschinen gerade nicht laufen, denn man sagt uns, dass der Lärm kaum auszuhalten wäre.

Das Highlight der Tour kommt jetzt, mit den Fahrstühlen fahren wir weiter bis nach oben - ganz nach oben, denn wir dürfen exklusiv einen kleinen Ausflug auf das Hoteldach machen. Etwas, dass eigentlich für Gäste nicht möglich ist. Natürlich, wie könnte es anders sein, ist auch das Dach mit seinen Goldzinnen ein entscheidender Schauplatz für die drei Jungs.

Christoph erzählt uns, was ihn hier inspiriert hat, und wie er das Dach in seinen Roman eingebunden hat. Und plötzlich stehen wir mitten in einer Verfolgungsjagd, denn er ist mit so viel Leidenschaft bei der Sache, dass man glaubt, Justus, Peter und Bob gerade vorbeihuschen gesehen zu haben.

Die Aussicht hier ist übrigens phänomenal! Mir bleibt hier fast der Atem weg und ich kann mich gar nicht daran sattsehen. Was für ein Blick auf die Stadt, die plötzlich wie eine Stadt im Miniaturwunderland wirkt.


Von ganz oben nach ganz unten. Binnen weniger Sekunden bringt uns der Hotelfahrstuhl nun ins Untergeschoss, wo sich das Hotelparkhaus befindet. Hier liefern sich Die drei ??? eine Verfolgungsjagt mit dem Verdächtigen. Aber diese Tiefgarage hat noch ein Geheimnis... Erinnert ihr euch an den ursprünglichen Plan, in dem Turm ein Altenheim unterzubringen? An die Bedeutung des langen Fahrstuhls? Ich habe versprochen es wird makaberer, und hier ist also die Leichenkammer, in der Leichen bis zum Abtransport gekühlt werden können:


Heute ist es ein Lagerraum, aber geplant war er ursprünglich anders. Ich finde es etwas spooky und bin froh, als wir unseren Rundgang in Richtung Wellness-Anlagen fortsetzen.

Der Wellnessbereich befindet sich in dem Gebäude nebenan, allerdings kann man diesen über das Untergeschoss ebenfalls erreichen. Wir dürfen einen Blick unter das Schwimmbad werfen und ins die Technik ansehen. Ehrlich gesagt, bin ich erstaunt, wie viele technische Geräte für so ein Schwimmbad notwendig sind! Wie sieht das dann erst in den großen Spaßbädern aus?

Im Wellnessbereich selbst würde ich mich am liebsten direkt niederlassen, denn nach der Tour könnte ich so eine Massage wirklich gut gebrauchen! Der Wellnessbereich ist wirklich sehr schön, es gibt hier neben den Massagen auch noch ein Schwimmbecken und eine Sauna. Handtücher stehen ebenso zur Verfügung wie Schließfächer für die Wertsachen. Und wer sich einfach nur ausruhen möchte, kann es sich auf einem der vielen Liegestühle gemütlich machen, die rund um das Schwimmbad stehen.

Nach diesem Rundgang ist es Zeit für eine kleine Pause, bevor wir gemeinsam das Abendessen auf der schönen Hotelterasse einnehmen wollen. Es gibt ein eigens an Die drei ??? angelehntes Menü!

Es ist ein sonniger und angenehmer Tag, so dass ich die Zeit auf der Terrasse wirklich genieße, ob nun am Tisch oder auf einem der Sofas, die hier auf der Terrasse stehen. Es ist eine ganz eigene Atmosphäre!

Und das Essen? Es ist lecker - sehr lecker!! Ich habe mich für Pesto-Nudeln entschieden, die vegetarische Variante. Aber auch das Steak und der Fisch sehen sehr gut aus!

Nach dem Essen sitzen wir noch etwas zusammen und tauschen uns aus, über Blogs, die drei Fragezeichen und das Hotel. Irgendwann bin ich wieder in mein Zimmer. Doch vor dem Schlafengehen muss ich einfach noch mal die tolle Aussicht festhalten:


Ich zappe mich noch kurz durch die Programme und freue mich, dass ich im Schlafzimmer einen weiteren Fernseher habe.

Obwohl ich sehr gut schlafe, bin ich zur gewöhnten Zeit wach. Das ist zwischen 4 und 5 Uhr. Der wunderschöne Sonnenaufgang entschädigt mich sofort für die kurze Nacht und ich fotografiere die Aussicht meines Zimmers - schon wieder.

Die Zeit bis zum Frühstück vertreibe ich mir mit Schreiben, Lesen und Fernsehen. Doch damit bin ich schneller durch als gedacht und so rufe ich um 6 Uhr an der Rezeption an, wann denn wohl das Schwimmbad öffnet. Der freundliche Herr am Empfang antwortet gut gelaunt: "Jederzeit, wenn sie jetzt schwimmen möchte, schließe ich Ihnen gerne jetzt auf.". Ich glaube, er ist etwas überrascht, als ich schon zwei Minuten später in der Eingangshalle vor ihm stehe, aber wie versprochen, geht er mit mir hinüber zum Wellnessgebäude und ich darf in aller Frühe meine Runden schwimmen. Diesen Sommer bin ich irgendwie zum Fisch geworden, man hat mich fast mehr schwimmend angetroffen als sonstwie. Um so mehr genieße ich es, dass ich an diesem Morgen nicht drauf verzichten muss. Und hier zu schwimmen ist noch viel schöner als in unserem Freibad, denn wo schon kann man mit Blick auf Mainhatten schwimmen? Denn auch vom Wasser aus, hat man hier noch eine tolle Sicht auf die Skyline. Draußen erwacht Frankfurt so langsam zum Leben.

Bevor es zum Frühstück geht, nutze ich die Gelegenheit für ein kleines Frankfurt-Selfie vor der Skyline. 

Ich bin wirklich gut gelaunt und ausgeglichen, als ich Janett, Anja und die anderen Teilnehmer unserer Runde beim Frühstück treffe. Das Buffett ist ein Traum, hier gibt es nichts, was es nicht gibt. In der Showküche werden Würstchen und Eier gebraten, Bohnen gekocht und Orangensaft gepresst. Ich bin begeistert.


Nach dem ausgiebigen Frühstück folgt ein weiteres Highlight, denn Christoph liest aus dem Buch "Drei ??? - Hotel der Diebe" vor. Man merkt ihm an, wie stolz er auf sein Buch ist, denn er gestaltet die Lesung mit sehr viel Enthusiasmus und Engagement. Es macht ihm auch ein wenig Spaß, uns in die Irre zu führen. WIR dürfen entscheiden, wie es weiter geht. Dann liest er wieder eine kleine Passage und wieder stehen wir als Zuhörer/Leser vor der Wahl, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Das ist nicht immer ganz einfach, denn oft ist es nicht der offensichtliche Weg, sondern ein ganz anderer. Die Zeit vergeht wie im Flug, und schon heißt es wieder rüsten für den Heimweg. Natürlich nicht, ohne vorher ein kleines Erinnerungsfoto mit dem Autor zu schießen:


Wir treffen uns noch ein letztes Mal für ein gemeinsames Beisammensitzen auf der Terrasse. Habe ich schon erwähnt, wie gemütlich es dort ist?! Nach einem leckeren Mittagessen geht es dann auf den Weg nach Hause.

Die Fahrt zurück nach Hamburg kommt mir endlich vor an diesem Tag, und sie ist es auch. Erst bekomme ich einen Anschlusszug nicht, und zu Hause fahre ich dann eine Station zu weit. Es ist schon abends, als ich endlich zu Hause in die Sofakissen sinken kann. Aber es war ein tolles Wochenende, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Meine Kinder schaffen es gerade noch, mir die Armbänder und Buttons aus der Hand zu reißen, die ich mitgebracht habe, dann bin ich auch schon eingeschlafen...

Adresse: 

Lindner Hotel & Residence Main Plaza
Walther-von-Cronberg-Platz  1
60594 Frankfurt
Tel.: 069/664010
Email: info.mainplaza@lindner.de

Das Drei ??? Fragezeichen-Arrangement: 
  • 2 Übernachtungen in der Buisness Class inkl. Frühstück
  • Spezial-Hausführung zu den Schauplätzen des Buches "Drei ??? - Hotel der Diebe"
  • "Die drei ???"-Welcome Drink an der Hotelbar
  • Ein Exemplar des Buches pro Zimmer
  • ein 3-Gang-Abendessen im Hotelrestaurant "New Brick"
  •  Informationen zu den aktuellen Preisen und Buchungsmöglichkeiten findet ihr direkt bei Lindner

... und wenn ihr gerne nachlesen möchtet, wie der Tag Janett und Anja gefallen hat, dann kann ich euch einen Blick in ihre Blogs sehr empfehlen:
  • Janett schreibt in "Teilzeitreisender"
  • und Anjas Gedanken könnt ihr im AWI-Blog lesen. Sie ist übrigens die absolute Expertin für die drei Fragezeichen. Sie weiß wirklich ALLES!!
  • Habt ihr gewusst, dass auch der Autor selbst ein begeisterter Blogger ist: Falls nicht, dann wir es aber Zeit: Christian Montillon alias Christoph Dittert 
Eine ausführliche Buchrezension folgt, allerdings erst, wenn ich das Buch wieder in den Händen halte, denn nachdem meine Kinder es sich geschnappt haben, macht es nun die Runde bei ihren Freunden...

Sonntag, 24. August 2014

[Scotland] Tartan Weaving Mill

Ein kleiner Tipp für alle Edinburgh-Castle-Besucher ist die Tartan Weaving Mill. Sie liegt direkt am Fuße der Burg und wirkt von außen recht unscheinbar. Doch der Eindruck täuscht, denn dahinter verbergen sie riesige Hallen.

Die Tartan Weaving Mill ist in erster Linie ein Geschäft, in dem man Schottenröcke und andere Bekleidung kaufen kann. Aber nicht nur das, es ist auch gleichzeitig ein Museum, in dem gezeigt wird, wie die berühmten Schotten-Stoffe hergestellt werden.

Über einen kleinen Rundweg kann man den Weg des Stoffes in der Herstellung verfolgen. Ursprünglich waren die Muster einzelnen Familien zugeordnet, so dass man schon an der Kleidung erkennen konnte, zu welchem Clan jemand gehört. Heute werden es wohl eher Modetrends sein, die den Ausschlag für das Desihn geben.


Teilweise laufen die Maschinen noch und es sind Mitarbeiter dabei, sie zu bedienen. Manchmal sind die einzelnen Arbeitsschritte mit Figuren dargestellt. Im Untergeschoss gibt es eine laufende Produktion.


Natürlich wird man auf diesem Rundweg auch einmal quer durch das Geschäft gelotst, in der Hoffnung, dass doch das ein oder andere Teil im Einkaufskorb landet. Allerdings sind die Preise hier so hoch, dass es schon gar keinen Spaß mehr macht, sich überhaupt genauer umzuschauen. Zu gerne hätten Finja und ich einen Schottenrock mitgenommen! Ich beschließe, selbst einen zu nähen, wenn wir wieder zu Hause sind!


Tartan Weaving Mill zu besuchen lohnt sich auf jeden Fall, wenn man gerade beim Edinburgh Castle ist. Wer hochwertige Mitbringsel für zu Hause sucht, ist hier ebenfalls richitg.

Tartan Weaving Mill at a glance
  • Nicht vor, sondern nach der Castle-Besichtigung einplanen, damit man - sollte man etwas gekauft haben - nicht mit den Taschen auf die Burg muss
  • Ein Foto in Schottentracht gefällig? Kein Problem, hier gibt es eine Fotografin, die das erledigt. 
  • Fotos nach der Anprobe sind untersagt
  • für den Rundgang sollte man ca. 30 Minuten einplanen, wer noch im Geschäft bummeln möchte entsprechend mehr
  • Es gibt Tüten mit Stoffresten zu kaufen, allerdings kostet eine kleine Tüte £ 10.00
Adresse: 

555 Castlehill | Royal Mile, Edinburgh EH1 2NE

Öffnungszeiten: 

täglich von 09:00 Uhr - 17:30 Uhr

Eintrittspreise:

Der Eintritt ist frei